Festivalprogramm



Festivaleröffnung und Live Special - Ines Papert

Am heutigen Abend wird das 5. Bergsichten-Festival eröffnet. Erwartet werden Repräsentanten der Festivalpräsentatoren und prominente Gäste.

Nach einer kurzen Ansprache und Grußworten wird mit dem Film "Flying Circus" der Abend der ganz im Zeichen der großen klettersportlichen Leistungen von Ines Papert steht, eingeleitet.

"Flying Circus"
Ein Film von Markus Eck (Schweiz),2006, 21 min
 
Im Jahr 1998 wurde von Robert Jasper an der Breitwangfluh im Berner Oberland eine neue mixed-Route eröffnet: Vier Seillängen durch die Decke einer riesigen Grotte, Bohrhaken nur an den Standplätzen, bewertet mit M10 und E4 - die weltweit erste Route in diesem Schwierigkeitsgrad.
 
Im Februar 2006 klettert Beat Kammerlander die Linie rotpunkt, das heißt, ohne vorher Sicherungen angebracht zu haben. Vier Tage später wiederholt er nochmals die Route mit dem Namen "Flying Circus". Der Profibergführer und Filmemacher Markus Eck und sein Team begleiteten ihn dabei.
 

DVD-Tipp
Brandneu gibt es nun diese Dokumentation der Begehung des "Flying Circus" in einer limitierten Auflage auf DVD:
"Flying Circus - M10 E04"
Ein Film von Markus Eck 4:3 PAL / Stereo / 22 Minuten / Disc Typ DVD-5 Sprachen: Deutsch / Englisch / Französisch

Zu bestellen unter:
// www.mecks.net

Im Winter 2008 durchstieg Ines Papert als erste Frau diese legendäre Route vollständig.


"Higher Ground"
Die neue Multivisisonsshow von Ines Papert, ca. 90 min und Pause
 
Die in Wittenberg geborene Ausnahme-
athletin durften wir bei der Premiere des Bergsichten-Festivals im Jahr 2004 begrüßen. Schon damals beeindruckte sie mit ihren Leistungen im Eisklettern. Mittlerweile ist ist sie vierfache Weltmeisterin im Eisklettern und klettert in den obersten Schwierigkeitsgraten im Fels.
 
Das sie mit dem Bergsteigen erst im Jahr 2000 angefangen hat, scheint angesichts dieser Tatsachen unglaublich.
Ihre Wettkampfkarriere beim Eisklettern hängte sie nun an den Nagel, um sich hohen Wänden und ausgesetzten Gipfeln anzunehmen, die für Sie die eigentliche Herausforderung bedeuten. Ihre Liebe zu den Bergen bringt Sie immer wieder auf Reisen rund um den Globus.
 
So erlebte Sie Island von hoch oben, in mächtigen gefrorenen Wasserfällen, wo vor Ihr und Ihrer Partnerin Audrey Gariepy noch niemand war. 1000 m senkrechtes Eis bewältigte das Damenduo an einem Tag. Spektakuläre Bilder und Filmaufnahmen zeigen die wunderschöne Landschaft und verfolgen die beiden bei ihrem anstrengenden und gefährlichen Unternehmen bis ganz nach oben.
 
Über ein Erlebnis der besonderen Art berichtet Ines von der Expedition zum Arwatower/Indien. Auch wenn die Damenseilschaft ohne den gewünschten Gipfel zurückkehrt, bleiben doch viele Eindrücke. Alpine Routen im Fels sind ebenfalls ein Teil des neuen Vortrages.
 
Sie war die erste Frau, welche die schattige Nordwand der großen Zinne auf ihrer schwierigsten Route, der "Camilotto-Pellisier", im 10. Grad frei durchsteigen konnte. Der Kameramann der Vertikalen, Max Reichelt war dabei, als Sie sich an kleinsten Griffen die steile 500m Wand erobert.

Kälte, Ausgesetztheit und Gefahr lassen die junge Mutter aufmerksam aber trotzdem entschlossen agieren. Ihre Freuden und Sorgen aus dem Alltag werden angesprochen, denn nicht immer ist es einfach, eine gute Mutter zu sein und dabei seine eigenen Ziele konsequent zu verfolgen.
 
Ein haarsträubender Unfall an der Marmolada Südwand haben nicht nur körperliche, sondern auch seelische Wunden hinterlassen. Und doch gibt sie nicht auf, trainiert hart, um wieder auf die Füße zu kommen. In der Wüste Utah (USA) eignet sie sich die Technik des Risskletterns an, um noch größere Ziele realisieren zu können.
 
// www.ines-papert.de

 
Buch -Tipp

"Im Eis: Wie ich auf steilen Routen meinen Weg fand"
von Ines Papert und Karin Steinbach, Malik 2006

Sie ist die beste Eiskletterin der Welt und eine der führenden Felskletterinnen: Ines Papert. Nie hätte sie sich früher träumen lassen, daß sie einmal die steilsten Wände bewältigen und es mit gefrorenen Wasserfällen und Überhängen aus blankem Eis zu tun bekommen würde, die jederzeit abreißen können. Doch mit so spektakulären Routen wie der »Symphonie de Liberté« in der Eiger-Nordwand oder dem »Schattenkönig« in Berchtesgaden zeigte die in Sachsen aufgewachsene Kletterin allen, was sie draufhat. Sie weiß, wie anders Frauen klettern, was Verantwortung und Selbständigkeit am Berg bedeuten. Offen und sympathisch berichtet sie von ihrer ungewöhnlichen Karriere im männerdominierten Extremsport, davon, wie ihr fünfjähriger Sohn ihre Einstellung zum Klettern verändert hat, wie der Berg Partnerschaften zusammenschweißen oder auch zerbrechen lassen kann, und wie sie bei allem Ehrgeiz immer auf dem Teppich bleibt.

Beim Festival können Sie das Buch bei der Abendveranstaltung erwerben und signieren lassen.


nach oben


Filmblock 1 - Alpine Dokumentation

"Zum dritten Pol"
von Andreas Nickel und Jürgen Czwienk, 2007, 86 min

Als besonderen Gast dürfen wir zur Aufführung des mehrfach international preisgekrönten Filmes den heute 90-jährigen Himalayapionier Norman Dyhrenfurth begrüßen.

Die ungewöhnliche Familientradition der Dyhrenfurths als Himalaya-Pioniere und Filmemacher beginnt Ende der 20er Jahre des vorigen Jahrhunderts, als erstmals deutsche Bergsteiger im Wettlauf um die Erstbesteigung eines Achttausender-Gipfels den Himalaya betreten. Die Dokumentation schildert das wechselvolle Leben von Professor Dr. Günter Dyhrenfurth und seiner Frau Hettie. Trotz der schweren Zeit gelingen zwei Expeditionen (1930: Kangchendzönga; 1934: Hidden Peak), die zu den bedeutendsten der frühen Himalaya-Erkundung gehören.
 
Im Rahmen der Olympischen Spiele von Berlin werden 1936 Professor Dr. Günter Oskar Dyhrenfurth und seine Frau Hettie sehr zum Leidwesen der nationalsozialistischen Machthaber mit dem "Prix d'Alpinism", der Goldmedaille für Alpinismus geehrt, "für eine Reihe bemerkenswerter Bergbesteigungen und wissenschaftlicher Expeditionen im Himalaya." Günter Oskar Dyhrenfurth wagt sich zur Medaillenverleihung nach Berlin. Seine Frau Hettie, aus einer wohlhabenden jüdischen Familie stammend, bleibt in der Schweiz und wandert schließlich 1937 mit den drei Kindern in die Vereinigten Staaten von Amerika aus. Sie wird ihren Mann niemals wieder sehen.
 

Ihrem jüngsten Sohn, Norman, gelingt eine großartige Karriere, die ihn bis zum Professor und, erst 33-jährig, zum Leiter der Filmfakultät der University of California at Los Angeles führt. Wendepunkt seines Lebens ist seine Teilnahme als Expeditionsfilmer an der Schweizerischen Everest-Expedition 1952, die der britischen Erstbesteigung im darauf folgenden Jahr den Weg bereitet. Norman Dyhrenfurth hängt die Professur an den Nagel und widmet sich fortan seiner großen Passion des Expeditionsbergsteigens.

Damit tritt er in die Fußstapfen seiner Eltern und nimmt zwischen 1952 und 1986 an sieben großen Himalaya-Expeditionen teil, meist als deren Leiter, immer aber als Kameramann oder Filmproduzent. Dabei entstehen Filme, wie sie nie zuvor auf einer Leinwand zu sehen waren. Den Höhepunkt seiner Karriere als Leiter von Himalaya-Expeditionen erreicht Norman Dyhrenfurth 1963: Erste Everest-Besteigung durch die Amerikaner, noch dazu auf einer neuen Route - über das Hornbein-Couloir. Es ist dies auch die erste Überschreitung eines 8000er, die ersten Filmaufnahmen vom Gipfel des Mount Everest werden gedreht und es folgt die Ehrung durch Präsident J. F. Kennedy im Rosengarten des Weißen Hauses.

 
Jenseits der Expeditionsfilme folgen Hollywood-Spielfilme mit Clint Eastwood und Sean Connery, in denen der "Berg" seine eigene Rolle bekommt und mit denen Norman Dyhrenfurth seinen Abschied von der Welt des Expeditionsbergsteigens nimmt.

Neben atemberaubenden Kletterszenen, die in historischen Kostümen an Originalschauplätzen wie dem höchsten Berg der Alpen, dem Mont Blanc (4810 Meter), und am Piz Palü (3901 Meter) im Engadin gedreht wurden, machen vor allem Filmausschnitte aus dem umfangreichen Dyhrenfurth-Archiv die Dokumentation zu einem Erlebnis. Die Filme von den Dyhrenfurth-Expeditionen in den 30er Jahren, die lange Jahre verschollen waren wurden restauriert und digitalisiert und sind nun erstmalig wieder zu sehen. Gleiches gilt für die Filmaufnahmen von der konkurrierenden Nazi-Expedition 1934 zum Nanga Parbat, die vom Archiv des Deutschen Alpenvereins zur Verfügung gestellt wurden.
 
Besonderer Dank gilt der National Geographic Society, Washington D.C., für die Ausschnitte aus dem Film "Americans on Everest" über die Mount Everest-Expedition 1963.
 

Norman Dyhrenfurth selbst führt in ergreifender Weise durch den Film und das bewegte Leben, das seine Eltern und er geführt haben. Die Bergsteigerlegenden Reinhold Messner und Sir Christian Bonington stellen in packenden Interviews die Dyhrenfurth-Expditionen in den zeitgeschichtlichen Zusammenhang und vermitteln ein intensives Miterleben der heroischen Erfolge und des tragischen Scheiterns.



Auszeichnungen und Nominierungen des Films
Internationales Berg- und Abenteuerfilmfestival Graz 2007 -
Erster Preis ("Kamera Alpin in Gold") "Beste Dokumentation"

Internationales Berg- und Abenteuerfestival Moskau 2008 -
"Special Jury Award"

Explorers Club Film Festival New York 2008 -
Erster Preis "Best Exploration Film"

Bayerischer Fernsehpreis 2008 - Nominierung

Buchtipp:
Über das Leben und die Expeditionen der Familie Dyhrenfurth erschienen im AS-Verlag, Zürich, folgende Bücher, die im Buchhandel erhältlich sind:

 
zoom
Foto © Archiv Explorermedia
"Dyhrenfurth - Zum dritten Pol", von Andreas Nickel,
mit einem Vorwort von Reinhold Messner,
328 Seiten, Zürich 2007
 
"Himalaya - Norman Dyhrenfurth", von Andreas Nickel,
mit einem Vorwort von Dr. Oswald Oelz,
160 Seiten, Zürich 2007

Beim Festival sind diese Bücher erhältlich und werden auf Wunsch von Norman Dyhrenfurth nach der Filmaufführung signiert.

 


nach oben

Stubai Special
präsentiert vom Tourismusverband Stubai Tirol

Bergerlebnis Stubaier Alpen
Stubaier Höhenweg - Leichte 3000er - Klettersteige und Grate - Skitouren "

HDAV-Vortrag von Heinz Zak, ca. 45 min.

Nirgendwo Der bekannte Tiroler Bergsteiger und Fotograf Heinz Zak kennt jeden Winkel in seinen Heimatbergen. Jeder Bergbegeisterte wird bei diesem Vortrag Neues erfahren und gleichzeitig einen Einblick in die vielfältigen bergsportlichen Möglichkeiten dieser schönen Berge über dem Stubaital bekommen. Der in HDAV (High Defi nition Video Audio, dem neuen Qualitätsstandard für digitale audiovisionelle Produktionen) erstellte Vortrag strahlt durch seine brillanten Fotos einen ganz besonderen Reiz aus.

Der Tourismusverband Stubai Tirol ist mit einem Stand beim Festival vertreten und stellt den 2. Preis beim Zuschauergewinnspiel.

http://www.stubai.at


nach oben


Filmblock 2 - Ski Special
präsentiert von Globetrotter Ausrüstung

"Gasherbrum II - The Fastest Summit"
von Niko Jäger, 2006, 28 min
Eine Produktion von Moving Medien Adventures

Speedbergsteigen ist eine sehr junge Spielart des Alpinismus: Schnell hoch, schnell runter. Sie zeichnet sich aus durch eine nie dagewesene Flexibilität und Kompromisslosigkeit. Benedikt Böhm und Sebastian Haag planen eine völlig neue Aktion im Höhenbergsteigen: Die Speedbegehung des 8.053 m hohen Gasherbrum II mit anschließender Skiabfahrt in der Todeszone. Als Tagestour! Doch nicht nur die sportliche Spitzenleistung sondern auch die anstrengende Vorbereitung im Base Camp und am Berg stehen im Focus des Films. Begleitet von Hans Kammerlander gewinnt der Zuschauer einmalige Eindrücke in die Bergwelt des Karakorum und in die Strapazen, Ängste und Freuden der jungen Expeditionsteilnehmer.

Benedikt Böhm ist zur Filmaufführung anwesend und steht im Anschluß des Filmblocks für Gespräche zur Verfügung.


"Lauberhornrennen im Sommer"
von Daniel Zimmermann (Schweiz), 2007, 6 min

Das Lauberhornrennen, die längste Ski-Abfahrt der Welt, wird in den Sommer verlegt. 10.000 Holzleisten beschreiben die stets angestrebte, im Winter nie erreichte Ideallinie. Im Film wird der Zuschauer zum Rennfahrer: Der Live-Sprecher begleitet die "Teilnehmer" auf der halsbrecherischen Fahrt zum neuen Streckenrekord. Amüsant und orginell.

// www.lauberhornrennenimsommer.ch

"Spotlight Cima Tosa - Die Befahrung der längsten Eisrinne der Ostalpen"
von Harry Putz (Österrreich), 2006, 36 min

Die Brenta - ein imposantes Bergmassiv in den Dolomiten. In den Sommermonaten eine Hochburg des alpinen Klettersports - im Winter ist das Gebiet rund um die "Cima Tosa" jedoch menschenleer. Nur ganz selten wagt sich eine Seilschaft durch die Nordeisrinne zum Gipfel, um dann über die Sonnenseite abzusteigen. Zwei junge Freerider, Martin Wolf & Martin "Mc Fly" Winkler, stellen sich der Herausforderung, die "Canaloni Neri - Schwarze Schlucht" und zugleich längste Steileisrinne der Ostalpen mit Ski und Snowboard zu befahren. In der Mitte der Rinne erwartet sie die Schlüsselstelle: eine 40 Meter hohe Gletscherstufe aus blankem Eis. Emotion, Intention und Ethik eines solchen Wagnisses werden hinterfragt und als Dank erstrahlt die "Schwarze Schlucht" im Spotlight der Cima Tosa.

// www.freiluftdoku.com

 


nach oben

Grönland Special

Crossing Greenland - Abenteuer Wissenschaft
Ein Multivisionsvortrag von Frank Polte und Wieland Adler, ca. 90 min
 
In den Randgebieten der Arktis wirkt sich der Klimawandel am deutlichsten aus. Im Juli 2006 machten sich 6 Sportler und Wissenschaftler auf den Weg, quer durch Grönland zu laufen. Neben der Bewältigung der sportlichen Herausforderung einer 700 km langen Skitour, wollten die Vermesser und Geophysiker während ihrer 7-wöchigen Expedition das Bewegungsverhalten und die Massenveränderungen des grönländischen Inlandeises entlang ihrer Route messen.
 
Im Vortrag geben Frank Polte und Wieland Adler einen interessanten Einblick sowohl in den anstrengenden Alltag einer Sportexpedition im (noch) ewigen Eis, als auch in die Hintergründe und Ergebnisse des Forschungsprojektes.

// www.groenlanddurchquerung.de

 


nach oben

Filmblock 3 - Klettern weltweit

"Acopan Tepui - Aufbruch zum Götterberg"
von Jochen Schmoll, 2008, 43 min

Auf dem Hochplateau der Gran Sabana im Süden Venezuelas thront der Acopan Teupui. Das Team der Extrembergsteiger Stefan Glowacz, Kurt Albert, Holger Heuber und der venezolanische Kletterstar Ivan Caldéron hat sich zum Ziel gesetzt, die 700 Meter aus dem Urwald aufragende Nordostwand des Acopan Tepui zu bezwingen. Dessen Hauptgipfel wurde noch nie zuvor bestiegen. Um den Berg zu erreichen, folgen die Männer zunächst in drei Faltbooten über 100 Kilometer lang dem gewundenen Flusslauf des Rio Karuai in das entlegene Territorium der Pemon-Indianer in den Dschungel hinein.


zoom
Foto © Klaus Fengler
Es ist eine Reise, die noch kein Fremder vor ihnen gewagt hat. Mit Erreichen des Basislagers am Fuße des Berges setzt Regen ein, so wie es die Einheimischen prophezeit haben.

Sie sprechen vom Berg Acopan wie von einem Gott, der es nicht mag, wenn sich ihm Fremde nähern. Tagelang kämpfen die Männer am Berg, ringen der Wand Meter um Meter ab. Jeweils zwei bis drei Tage bleiben sie in der Wand. Dann fixieren sie ihre Seile und lassen sich in den Dschungel hinab. Im Basislager ruhen sie aus, bevor sie an den Seilen wieder zum Umkehrpunkt zurückkehren. Für vier Tage und Nächte haben sie Proviant und Wasser mit nach oben geschleppt, mehr Zeit haben sie nicht, um die letzten 150 Meter zum Gipfel zu bewältigen.

Endlich ist es soweit: Stefan Glowacz, Kurt Albert, Holger Heuber und Ivan Caldéron erreichen den Gipfel. Noch nie zuvor hat ein Mensch hier gestanden. Die Bergsteiger genießen die Aussicht eine halbe Stunde lang, das muss reichen. Denn es setzt wieder Regen ein. "Der Acopan wird es nicht mögen, wenn ihr an ihm klettert", hat Dorfvorsteher Leonardo die Kletterer gewarnt. Und tatsächlich scheint der heilige Berg der Pemon die Fremden lediglich geduldet zu haben. Denn - Mythos, Glaube oder nur Zufall - an dem Tag, an dem die Kletterer ihr Basislager verlassen, hört der Regen auf.

Entstanden ist ein faszinierender Reisebericht, der zugleich ein bemerkenswerter Kletterfilm ist.

// www.drehxtrem.de


"Träume sterben nie - Seperate Reality"

von Heinz Zak (Österreich), 2006, 14 min

zoom
Foto © Archiv H. Zak
"Separate Reality"
- ein sechs Meter ausladendes Felsdach, 200 Meter über dem Mercedes River im Yosemite Valley in den USA.
30 Jahre hat Heinz Zak von der Durchsteigung dieser Kultroute des Freikletterns geträumt. Er machte 1986 die weltbekannten Fotos, als Wolfgang Güllich den Weg "free solo" hinauskletterte. Damals begann auch sein Traum von einer seilfreien Begehung.

Immer wieder kehrt er zurück, im Mai 2005 ist es soweit. Der Film erzählt von den Vorbereitungen, den Zweifeln und dem Kampf gegen die eigene Angst.

Heinz Zak ist zur Aufführung anwesend.

// www.heinzzak.com

"Die blinde Seilschaft "
von Heinz Zak (Österreich) und Bettina Wobst, 2006, 22 min

Andy Holzer aus Tirol und der Amerikaner Erik Weihenmeyer verbindet das gleiche Handycap und die gleiche Passion: Sie sind blind und sie lieben das Bergsteigen. Erik stand 2001 als erster Blinder auf dem Mount Everest. Andy ist schon viele Jahre mit sehenden Freunden am steilen Fels unterwegs.


zoom
Foto © Heinz Zak
Im Sommer 2006 treffen sich beide in den Alpen. Ganz ohne Unterstützung Sehender wollen sie eine alpine Route in den Lienzer Dolomiten klettern, 200 Meter senkrecht hinauf im 5. Schwierigkeitsgrad. Der Film verspricht Spannung pur und zeigt, das es für Visionen keine Grenzen gibt.

Bettina Wobst und Heinz Zak sind zur Aufführung anwesend.

// www.heinzzak.com



nach oben

Live Special - Gerlinde Kaltenbrunner

Leidenschaft Leben über 8000 - Wagnis - Rückzug - Erfolg
Die neue Multivisionsshow von Gerlinde Kaltenbrunner, ca. 90 min und Pause
 

Zahlreiche Expeditionen führten Gerlinde Kaltenbrunner zurück zu den Wurzeln des Bergsteigens. Im kleinen Team, mit Minizelt und wenig Gepäck bricht sie zu den höchsten Bergen des Himalayas auf. Ohne fest installierte Hochlager, ohne Hochträger und ohne Sauerstoff. Bergsteigen im Alpinstil. Mit elf bestiegenen Achttausendern ist sie die derzeit weltweit erfolgreichste Höhenbergsteigerin.

 

Rückschläge und Misserfolge sind fester Bestandteil dieser riskanten Unternehmungen. An Hand der Beispiele Broad Peak, der 2000 Meter hohen Südwand des Shisha Pangma (8013 m) und dem dritthöchsten Berg der Erde, dem Kangchendzönga, zeigt Kaltenbrunner wie das Scheitern mit genügend Beharrlichkeit dennoch in Erfolg münden kann.
 
Der Versuch einer Besteigung des K2 in Pakistan, der Schwierigste aller 8000er, dazu über die anspruchsvolle Cesen-Route, bietet den Rahmen für eine erneute Auseinandersetzung mit dem Spannungsfeld Wagnis - Rückzug - Erfolg.
 

Die Saison 2007/2008 war für sie eine sportliche Herausforderung, in der sie Höhen wie auch Tiefen einer Profisportlerin erlebte. Gipfelsiege begleiteten sie dabei genauso wie der Mut zur Umkehr.

Am 1. Mai 2008 stand sie auf ihrem 11ten Achtausender, dem Dhaulagiri I, 8.167 m Eindrucksvolle Bilder und Filmsequenzen sowie spannende Erzählungen aus ihrer Welt aus Eis, Schnee und luftigen Höhen vereint Gerlinde Kaltenbrunner in einer multimedialen Show zu einem imposanten Gesamtwerk, wobei sie natürlich auch von ihren aktuellsten Expeditionen berichtet.

// www.gerlinde-kaltenbrunner.at

 


nach oben

 


Zum Programm Sonntag