Festivalprogramm 2008


Wettbewerb der Kurzbeiträge
präsentiert von SAX - Das Dresdner Stadtmagazin

Die folgenden fünf Vorträge (je 20 min.) wurden von der Jury für den Wettbewerb nominiert:

"Kältefieber - mit Fahrrad und Kajak um den Polarkreis"

Elena Poddubnaja und Oliver Schmidt waren knapp 2 Jahre mit Fahrrad und Hochseekajak unterwegs. Sie folgten den Spuren Georg Wilhelm Steller (1709-1746), der als erster Wissenschaftler Alaska betreten hat. 33.000 Kilometer legten sie bei ihrer Tour zurück, durchquerten 14 Länder und 8 Gebirge, mussten Temperaturen unter 60 Grad Minus aushalten.

 
"Auf den Spuren meiner Nachbarn -- Eine Radreise durch Äthiopien, Kenia und Uganda"

Olaf Schau nutzte einen Teil seiner Firmenauszeit, um endlich wieder mal auf eine längere Radreise zu gehen. Das Reiseroute weitab vom westlichen Komfort war ein Teil der Afrika-Durchquerung seiner Nachbarn. Großartige Landschaften, faszinierende Völker und extreme Anstrengungen prägten seine Tour. Von keiner Reise vorher kehrte er so verändert zurück.
 
"Patagonische Eisreise - Expedition zum Volcan Lautaro"

Das Südliche Patagonische Inlandeis wartet mit vielen Extremen auf. Folkert Lenz war mit drei Freunden in dieser Eiswüste unterwegs. Die abenteuerliche und anstrengende Expedition endete erfolgreich. Es gelang die erste deutsche Besteigung des Gipfels im Grenzgebiet von Chile und Argentinien.
 
"Tibet - ein Land zwischen Traum und Alptraum"

Zusammen mit einem internationalen Filmteam macht sich Bettina Wobst auf, das Schicksal der 17-Jährigen Tibeterin Kesang, die bei ihrer Fliucht aus Tibet erschossen wurde, genauer zu erforschen. Im Vortrag will sie an Kesang erinnern, und ein Tibet zeigen, bei dem man neben der beeindruckenden Landschaft auch ein wenig hinter die Kulissen schauen kann.
 
 
"Im Schatten des Kangchendzönga - Rot, Weiß und Grün - Die Farben der schönsten Trekkingtour der Welt"

Das erste Mal in seinem Leben reiste Siegfried Maahs nach Nepal. Zusammen mit seiner Frau und einer Trekkinggruppe besuchten sie die Basislager des Kantsch. Unvergleichlich schön, abwechslungsreich und ursprünglich ist diese 240 km lange Tour. Rot leuchtende Rhododendrenblüten, grüne urwaldartige Vegetation und die weissen bizarren vergletscherten Bergriesen nahmen ihn gefangen und infizierten ihn mit dem "Nepalvirus".
 

 


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Filmblock 4 - Abenteuer Kajak Slackline, Bouldern

"Pakistan - Die Bändigung des Löwenflusses"
von Olaf Obsommer und Bernhard Mauracher, 2007, 26 min
 
Der Indus - die Lebenslinie Pakistans, entspringt in der Hochebene Tibets, an einem Ort namens Singhi Kabbab, was übersetzt »Maul des Löwen« bedeutet. Er strömt durch Ladakh und Baltistan, fräst sich in der Rondu-Schlucht durchs Karakorum. Mit 3180 Kilometern ist der Indus der längste Fluss des indischen Subkontinents und wichtigster Strom Pakistans. Ein Team wagemutiger Paddler machte sich im April 2007 auf, um die Rondu-Schlucht des Indus als erste überhaupt zu befahren. Alle vorherigen Expeditionen mussten vor den gewaltigen Wassermassen kapitulieren.
 

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Foto © Archiv Olaf Obsommer
Der Film erzählt die Geschichte eines spannenden Abenteuers zwischen Stromschnellen und Wasserfällen, bei dem großer Sport enormes Können und zuverlässige Kameradschaft erfordert.

// www.big-o-productions.com

 
DVD Tipp:
Tolle Kajakfilme aus der weiten Welt gibts auch in folgendem Onlineshop:
// www.udinishop.de
 
"Slackliner.at...Dimensions " - Deutschlandpremiere
von Christian Waldner und Michael Aschaber (Österreich), 2008, 26 min
 
Das Slackliner.at-Team geht waghalsige Highlines an spektakulären Orten wie der Altstadt von Innsbruck, dem Capo Testa auf Sardinien, der Steinplatte am Wilden Kaiser und an der Brandenberger Ache. Atemberaubende Aufnahmen machen den Film zu einem Erlebnis. Ein Schaugenuss, bei dem auch Anfänger Lust bekommen, auf der Line zu balancieren.

// www.slackliner.at
 
"Enlightenment"
von Armin Buchroithner und Stefan Ribitsch (Österreich), 2006, 12 min
 
Die extreme oder zumindest einseitige Lebensweise, wie sie viele Extremsportler führen, wird oft diskutiert und auch kritisiert. In "Enlightenment" wird dieses Thema in einer Art und Weise aufgegriffen, die weder einen Lebensstil favorisiert, noch irgendeine Wertung in Bezug auf das gesellschaftlich anerkannte "Karriereleben" abgibt. Dennoch soll der Film dazu anregen, über die eigene Lebensweise - welche das auch immer sein möge - nachzudenken.
 

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Foto © Archiv Armin Buchroither
Es geht um einen jungen Kletterer, der sein ganzes Leben nach seiner großen Passion, dem Klettern, ausgerichtet hat. Plötzlich steht er einem anderen Leben - einem geordneten Berufsleben - gegenüber. Eine kleine philosophische Betrachtung, verpackt in ein begeisterndes Boulderszenario.

Enlightenment gewa nn den Preis für den besten Film eines Juniorfilmemachers beim Bergfilmfestival Tegernsee 2007.

Armin Buchroitner ist zur Filmaufführung anwesend.

// www.styleofgravity.com

 


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Neuseeland Special

Kiwi Extrem
Multivisionsshow von Timo Mittag, ca. 90 min

Neuseeland, das Land der langen, weißen Wolke, vereint alle Klimazonen Europas. Während die Palmenstrände zum Schnorcheln, Surfen und Seekajakfahren einladen, warten die Berge mit ihren Eisfeldern, Vulkankratern und Höhlen auf. Geysire wetteifern mit Buckelwalen um die schönsten Wasserfontänen.

Timo Mittag, der Gewinner des Wettbewerbs der Kurzbeiträge 2007, reiste in einem ausgebauten Van vier Monate durch dieses phantastische Land. In seinem Vortrag schildert er packend seine Erlebnisse als Volontär bei einem Aktivreiseveranstalter für Höhlentouren.

Er nimmt das Publikum unter anderem zu einer Vulkanbesteigung, zur Wanderung auf dem Milford Track, zum Eisklettern auf den Gletschern und zu einer Maorifamilie mit. Neben der neuseeländischen Landschaft werden auch die vielen kleinen Geschichten über das Glück und Leid des Reisens, über frustrierende Arbeitssuche und über Mitfahrer aus aller Herren Ländern eine Rolle spielen. Das Publikum wird auf unterhaltsame und musikalische Weise durch Neuseeland geführt. Sämtliche Musik stammt aus Timos eigener Feder und wird live vorgetragen (Gesang, Keyboard, Digderidoo)!


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Live Special - Kurt Diemberger

Der große Grat des Everest - Erstbesteigung Shartse
Film - Dia Vortrag von Kurt Diemberger, ca. 30 min.
 
Kurt Diemberger ist eine lebende Legende. Zwei Achttausender hat er erstbestiegen und ist damit weltberühmt geworden. Weniger bekannt aber mindest genauso eindrucksvoll sind seine Leistungen an anderen Himalayagipfeln. So zum Beispiel die Erstbesteigung des 7502m hohen Shartse , dem östlichen Eckpunkt des Everestmassivs. Sie gelang ihm 1974 gemeinsam mit Deutschen Hermann Warth sowie mit dem Nepalesen Nawang Tensing. Über diese gefährliche und schwierige Erstbesteigung wird Kurt live berichten.
 
Dazu hat er Dias und Filmmaterial aus seinem großem Bildarchiv aufgearbeitet. Im Film werden die fast unmenschlichen Wetterbedingungen, die in diesem Besteigungsjahr im Himalaya herrschten, deutlich. Es hätte auch das Jahr sein sollen, in dem Diemberger und Messner ihren dritten Achttausender gemeinsam hätten besteigen sollen. Diemberger war aber wieder ausgeladen worden. Nur die Ironie des Schicksals wollte es, dass die Ersatzexpedition zum 7502 m hohen Shartse die einzig erfolgreiche Himalaya-Expedition in diesem Jahr war.
 
"Tashigang - ein tibetisches Dorf zwischen Menschenwelt und Götterwelt - Teil II Die Pilgerfahrt zur Ama Pujung, dem Berg der schwangeren Mutter "
Film von Kurt Diemberger (Österreich) und Julie Tullis (England) 1986, 55 min
 
Auf Grund des Orakels einer Schamanin begibt sich eine Tibetergruppe auf eine Pilgerfahrt an den Fuß der bauchigen Berggöttin Ama Pujung (die schwangere Mutter). In teils nächtlichen Zeremonien und mit dem schwierigen Aufstieg in die nur mit Kletterei erreichbare Augenhöhle, zum Ursprung des heiligen Wassers, wird der Segen der Götter erfleht.
 
Am Tsa Karpo, dem weißen vereisten See direkt am Fuß des Makalu - angesichts des mächtigen Achttausenders und des benachbarten Mount Everest endet der Film.

Kurz vor der K2 - Tragödie, bei Julie Tullis ihr Leben verlor, wurde der Film für den ORF gedreht. Hildegard Doiemberger betreuete das Projekt aus ethnologischer Sicht. Mit drei großen Festivalpreisen wurde der Film ausgezeichnet.
 

Buchtipps
"Seiltanz - Die Geschichten meines Lebens" von Kurt Diemberger, Malik, 2007

"Aufbruch ins Ungewisse - Abenteuer zwischen K2, Sinkiang und Amazonas"
von Kurt Diemberger, Malik, 2004

 

 


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Filmblock 5 - Bergsteigen zu DDR-Zeiten

"Ein Gipfelbuch erzählt "
von Horst Mempel und Karl Däweritz, 1981, 30 min
 
Die Gipfelbücher des Falkensteins, dem größten Gipfel der Sächsischen Schweiz, haben viel zu erzählen. Einige Geschichten haben die beiden Redakteure zum Anlaß genommen, einen Film darüber zu drehen. Und so gibt es ein Wiedersehen mit Paul Ilmer und seinem legendären Weg am Falkenstein, wir sehen Bernd Arnold, damals 32 Jahre alt, wie er barfuß "Nordlicht", Schwierigkeit IXb, erstbegeht und begleiten Juliane und Onkel Rudi auf dem Schusterweg. Ein sehenswerter Film aus einer Zeit, in der Bergsteigen, Singen und Lagerfeuerromantik zusammen gehörten. Eine aufwändige Produktion mit spektakulären Hubschrauberaufnahmen des damaligen DDR-Fernsehens.
 

"Extrem - Der Weg zur X "
von Helmut Richter, 1982, 25 min

 
Helmut Richter , geb. 1927, kletterte das erste Mal mit 17 Jahren in der Sächsischen Schweiz. Seitdem sind die Berge seine Leidenschaft. In den 70er Jahren begann er auch zu filmen. Im Film begleitete er Spitzenkletterer, die Anfang der 80er Jahre in neue Schwierigkeitsgrade vorstießen. Zu sehen sind beeindruckende historische Filmdokumente über Durchsteigungen von "Odyssee" am Hohen Torstein, "Kalte Wand" an der Freien Wand, "Feuerwand" am Freien Turm, "Jo-Jo-Variante" am Heringsstein und "Südwand" am Kreuzturm, u.a. mit Bernd Arnold und Sepp Gschwendner.
 
Helmut Richter ist zur Filmaufführung anwesend.
 

"Hohe Tatra - Winterdurchsteigung der Hokejka "
von Wolfgang Preuß, 1964, 12 min

 
Im Winter 1964 brechen Mitglieder der Nationalmannschaft der DDR, Fritz Eske, Günter Kalkbrenner, Herbert Richter, Dieter Rülker, Karl Däweritz und Kurt Richter auf, um eine der berühmtesten Routen der Hohen Tatra zu durchsteigen. Die Hokejka, Schwierigkeit VI, in der Westwand der Lomnitzer Spitze.
 
Schwere Rucksäcke mit Biwakausrüstung schleppen sie durch die Wand. Sie versuchen die 2. Winterbegehung dieser schwierigen Route.
Wolfgang Preuß begleitetete das Team mit der Kamera. Zu sehen sind Bilder aus einer Zeit, in der Brusteinbindung direkt mit dem Seil noch üblich war.
 
Wolfgang Preuß und einige Teilnehmer der damiligen Tour sind zur Filmaufführung anwesend.
 

 


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Live Special - Heinz Zak

"Peru - Trekking und Bergsteigen"
Die neue Foto-Film-Schau von Heinz Zak, ca. 90 min und Pause
 
Heinz Zak, Jahrgang 1958, begann mit 15 Jahren zu klettern und zählt heute zu den bekanntesten Kletterern Europas. Einige Jahre arbeitete er als Hauptschullehrer in seinem Heimatort. Doch bald schon machte er seine Hobbies zum Beruf. Seit 1979 lernte er auf ausgedehnten Reisen die bedeutendsten Klettergebiete und interessantesten Landschaften der Welt kennen.

Fotografie und Klettersport gingen dabei von Anfang an Hand in Hand. Ende der siebziger Jahre brachte er die Idee des Sportkletterns von Amerika nach Österreich und half mit Spitzensportklettergebiete zu erschließen. Als hervorragender Allroundkletterer gelangen ihm nicht nur die schwierigsten Erstbegehungen in seinen Heimatbergen bis zum unteren 10. Grad, sondern auch gewagte Winterunternehmungen.

Weitere Erfolge sind z.B. eine Rotpunkt-Begehung der Route "Free Rider", 9. Grad, am El Capitan, die Eiger Nordwand im Winter, die dritte Begehung der Route "Royal Flush" am Fitz Roy in Patagonien und die zweite seilfreie Begehung der legendären Kletterroute "Separate Reality im Yosemite-Nationalpark.

Seine Fähigkeiten als Fotograf bewies er 1987 mit seinem preisgekrönten Buch "high life", in dem er mit hervorragenden Kletter- und Landschaftsbildern die Sportklettergebiete der Welt illustrierte. Heinz Zak zählt zu den besten Berg-, Kletter- und Landschaftsfotografen im deutschsprachigen Raum.

Seit einigen Jahren stellt er außerdem sein Können als Kameramann und Filmemacher unter Beweis.

Im neuen Vortrag nimmt Heinz Zak den Zuschauer mit nach Südamerika.
 
Sonnige weiße Gipfel, spannende alpine Routen aber auch genussvolles, nachvollziehbares Trekking durch traumhafte Landschaften - das zeigt Heinz Zak in seiner neuen digitalen Foto- und Film-Schau in beeindruckender HD Qualität. Der bekannte Extremkletterer, Bergfilmer und Spitzenfotograf erzählt von seinen aben-
teuerlichen Touren in den peruanischen Anden.
 
Vom "Basislager" Huaraz bricht er zuerst in die Wildnis der Cordillera Huayhuash auf: eine traumhafte Trekkingtour über hohe Pässe und Almwiesen, vorbei an kristallblauen Seen. Nach der Akklimatisation besteigt er den 6768 Meter hohen Huascaran, den höchsten Gipfel Perus. Mit dem Alpamayo und dem Artesonraju kann er aber auch zwei der schönsten Berge der Welt erobern.
 
Außerdem erkundet er mit Einheimischen neue Klettergebiete und kann dort im Beisein eines Indianers eine Highline gehen. Sehen Sie atemberaubende Bilder und spannende Filmsequenzen in grandioser Landschaft.
 

// www.heinzzak.com

 

 


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