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Arnold Fanck - Bergfilm-Klassik-Nacht
Mit freundlicher Unterstützung von
Movieman Productions und Matthias Fanck
"In Eis und Schnee - Der Regisseur
Arnold Fanck"
von Hans Jürgen Panitz, 1997, 48 min |
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 | | Foto © Archiv Matthias Fanck | Der Name Arnold Fanck allein sagt vielen wenig. Doch spätestens wenn man
Filmtitel nennt, auf Leni Riefenstahl und Luis Trenker zu sprechen kommt
- beide Entdeckungen von Dr. Fanck - dann erhält dieser Name ungeahnte
Dynamik und Popularität, denn Dr. Arnold Fanck war der deutsche Filmpionier.
Bereits 1913 fuhr Fanck zusammen mit seinem Kameramann Sepp Allgeier
auf Skiern durch die wilden Gletscherbrüche den Monte Rosa hinunter
und brachte so dem staunenden Kinopublikum das Hochgebirge in bewegten
Bildern näher. 1920 drehte er seinen ersten Skifilm WUNDER DES SCHNEESCHUHS.
Es folgten unvergessene Spielfilme wie IM KAMPF MIT DEM BERGE, DER BERG
DES SCHICKSALS, DER HEILIGE BERG, DIE WEISSE HÖLLE VOM PIZ PALÜ, STÜRME
ÜBER DEM MONTBLANC, DER WEISSE RAUSCH, SOS EISBERG: Bergdramen, die
auch heute nichts von ihrer Wirkung verloren haben, begeisterten damals
Millionen von Zuschauern weltweit.
 | | Foto © Archiv Matthias Fanck | Auch die Film-, Kamera- und Schnitttechnik hat Arnold Fanck epochale Erfindungen
zu verdanken. Bei allem Erfolg: Arnold Fanck hob nie vom Boden ab. Der
gebürtige Rheinpfälzer blieb zeitlebens ein bodenständiger Mensch. Trotz
Angeboten aus Amerika und Japan zog er die Heimat vor und blieb seinem
geliebten Freiburg im Schwarzwald treu, ...dort wo 1913 seine Foto-
und Filmkarriere begann. Der Film dokumentiert Epochen seines Lebens,
verrät Tricks, Kniffe und Erfindungen aus der damaligen Filmtechnik
und zeigt mit zahlreichen Filmausschnitten aus Fancks Werken dessen
Großartigkeit ebenso wie seinen, schon an Leichtsinnigkeit grenzenden,
Realismus bei den Dreharbeiten.
Der Film erhielt 1997 in Graz den Spezialpreis der Jury.
Livegast: Hans Jürgen Panitz
www.movieman-productions.de
Buchtipp zum Thema
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"100 Jahre Bergfilm - Dramen, Trick
und Abenteuer"
von Stefan König, Hans -Jürgen Panitz, Michael
Wachtler, 176 Seiten, Farb- und s/w-Abbildungen, Format 22 x 28
cm, gebunden
Vom ersten dokumentierten filmischen Urschrei,
nämlich einer Besteigung des Matterhorns im Jahre 1901, über die
Filme des Filmpioniers Arnold Fanck bis hin zum IMAX-Film Gipfel
ohne Gnade führt der Band durch exakt 100 Jahre Bergfilm-Geschichte.
Der Bild-Text-Band ist im Buchhandel nicht mehr erhältlich.
Beim Festival sind einige Restexplemare am Bergsichten-Stand erhältlich.
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"Arnold Fanck - Neues vom Bergfilmpionier"
Ein Vortrag von Matthias Fanck, dem Enkel Arnold Fancks, ca. 20 min.
 | | Foto © Archiv Matthias Fanck | "Dr.
Arnold Fanck führte Regie mit Gletschern, Stürmen
und Lawinen" titelten seinerzeit die Medien. Sein Enkel Matthias
Fanck untersetzt dies und gibt in seinem Vortrag auch neue Einschätzunhgen
über die Auswirkungen des filmerischen Schaffens seines Großvaters
auf die Bergfilmszene. Die Rolle Arnold Fancks im 3. Reich und die Renaissance
des Skifilms "Der weisse Rausch" spielen ebenso eine Rolle
im Vortrag.
Im Anschluß Pause, ca. 20 min.
"Stürme über dem Mont Blanc"
Das legendäre Hochgebirgsdrama von Arnold Fanck, 91 min,
1930 min
 | | Foto © Archiv Matthias Fanck | Hannes ist Meteorologe in der auf 4.400m Höhe liegenden Wetterwarte
auf dem Montblanc. In der schneidenden Kälte dieser Eishölle erfrieren
ihm beide Hände. Er muß runter ins Tal. Doch bei seiner Abfahrt wird
er von einem Schneesturm überrascht. Es bleibt ihm nur ein Ausweg: zurück
zur Wetterstation. Dort hat der Sturm die Türe aufgerissen und die Fenster
zersplittert. Schnee liegt im ganzen Haus. Er sitzt in der Falle.Im
Tal arbeitet seine Kollegin Hella Armstrong. Als sie keine Meldung mehr
von der Wetterwarte erhält, sorgt sie für Hilfe. Unter ihrer Führung
beginnt eine dramatische Rettungsaktion...
 | | Foto © Archiv Matthias Fanck | Seine Hochgebirgsaufnahmen sind vor Ort entstanden, inmitten
der Gletscherspalten, auf dem stürmischen Grat, in gefährlicher Nähe
der Lawinen. Schauplatz der Handlung ist das Gebiet um die Cabana-Vallot-Hütte,
die in 4400 Meter Höhe, knapp unterhalb des Mont-Blanc-Gipfels liegt.
Bei den Dreharbeiten zu den spektakulären Bildern der alpinen Rettungsaktion
war für den bedingungslosen Realisten Arnold Fanck die Auseinandersetzung
auch mit der größten Gefahr eine Selbstverständlichkeit. Stunts kamen
weder für ihn noch für seine Schauspieler in Frage.Neben Sepp Rist,
der sich wie ein Hasardeur zwischen Gletscherspalten und Lawinen bewegt,
muss auch Leni Riefenstahl einmal mehr in riskanten Szenen ihren Wagemut
unter Beweis stellen.
 | | Foto © Archiv Matthias Fanck | Ernst Udet, einer der legendären Kunstflieger seiner Zeit stellt
in dem Film sein fliegerisches Können unter Beweis. Er landet als erster
Pilot auf dem Mont Blanc Gletscher. Um die Schönheit dieser hochalpinen
und gefährlichen Flugaufnahmen noch zu steigern, ließ Fanck von einem
zweiten Flugzeug aus die Maschine Udets filmen.
Der Filmdramaturg Béla Balazs schrieb damals: "Bilderbögen schöner landschaftlicher
Hintergründe haben auch andere als Dr. Fanck fotografiert. Aber seine
Berge werden dramatisch, weil sie mitspielen in einem Spiel. Dr. Fanck
führt Regie mit Gletschern, Stürmen und Lawinen."
Beachten Sie auch die Ausstellung im Foyer zum Bergfilmpionier Arnold
Fanck.
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Bergfilmblock
1
"Tod am Nanga Parbat - Die Messnertragödie"
von Ludwig Ott, 44 min., 2004
Eine Produktion der Reihe "die story" des WDR
Der Film beleuchtet die Tragödie der Brüder
Messner bei der deutschen Nanga ParbatExpedition 1970 mit bislang unveröffentlichtem
Film- und Fotomaterial.
 | | Foto © Gerhard Baur |
Das vierköpfige Team mit den Brüdern sowie Felix Kuen und Peter Scholz
bezwingen 1970 mit einer beispiellosen Leistung den 8.125 Meter hohen
Nanga Parbat über eine Route, die bis dahin als nicht begehbar galt:
durch die größte Fels- und Eiswand der Welt, die 4.500 Meter hohe Rupalwand.
Mitten in der Nacht und ohne die anderen zu informieren, nutzt Reinhold
Messner seine Chance zum Gipfelangriff. Bei seinem Alleingang folgt
ihm sein Bruder Günther, nur notdürftig für dieses Abenteuer ausgerüstet
- und kommt beim Abstieg ums Leben. Reinhold Messner erreicht krank
und mit schweren Erfrierungen an den Füßen das Diamirtal. Sein Überleben
ist zugleich der Beginn einer beispiellosen Bergsteigerkarriere.
 | | Foto © Gerhard Baur |
Expeditionsteilnehmer äußern sich, teilweise erstmalig, vor der Kamera
zu den tragischen Geschehnissen und zeichnen ein neues Bild der Expedition
von 1970. Das Filmmaterial des Expeditionskameramannes Gerhard Baur,
der als letzter Zeuge mit den Brüdern Messner die Nacht vor dem Gipfelanstieg
im Höhenlager verbracht hatte, gibt Aufschluss über die möglichen Hintergründe
der vielfach kritisch hinterfragten Tragödie.
War Günther Messners Tod unvermeidbar oder hat sein Bruder Reinhold,
um des Erfolges willen, eine verhängnisvolle falsche Entscheidung getroffen?
Vor dem Hintergrund der Berglandschaft des Nanga Parbat geht Ludwig
Ott dieser Frage nach. Er beleuchtet den Wahn von Extrembergsteigern
zwischen Erfolg und Tod, zwischen Leidenschaft und Gnadenlosigkeit.
 | | Foto © Gerhard Baur |
Der Film erhielt beim Festival in Graz 2006 die Auszeichnung "Kamera
Alpin in Gold".
Begründung der Jury: "Reinhold Messner im Konflikt mit sich
selbst. Dieser ausgewogene Dokumentarfilm führt uns 35 Jahre zurück
und erzählt uns zwei Versionen desselben Ereignisses. Dem Zuschauer
bleibt es überlassen sich seine eigene Meinung zu bilden. Einen Achttausender
zu besteigen setzt große physische Stärke voraus - dies jedoch ist eine
beeindruckende Geschichte von menschlicher Schwäche. Sie gewährt uns
einen interessanten Einblick in die Privatsphäre einer sehr in der Öffentlichkeit
stehenden Person."
www.wdr.de/tv/diestory
"Everest Unmasked - Todesszone Everest"
von Leo Dickinson (England), 1978, 50 min., deutsche Fassung
Mit freundlicher Unterstützung von Movieman Productions
 | | Foto © Archiv Movieman Productions | Im
Himalaya, in über 8.000 Metern, ist der Anteil des Sauerstoffs
in der Luft äußerst gering. Den Bergsteigern drohen Sauerstoffmangel,
Thrombosen, Lungenembolie. Auch Halluzinationen locken ins Verderben.
Sich in dieser Höhe zu bewegen, bedarf einer fast unmenschlichen Anstrengung,
jeder Schritt ist eine Qual. Dieser Bereich wird oft als ‚Todeszone'.bezeichnet.
Trotzdem wagten 1978 Peter Habeler und Reinhold Messner die Besteigung
des Mount Everest ohne zusätzlichen Sauerstoff. Der Film folgt den Beiden
auf ihrer Route durch die Khumbu Eiswand, durch den Western Cwm, über
den South Col auf den Gipfel. Nebenbei geht es auch um die Historie,
die Tragödien und Triumphe vorheriger Aufstiege: George Mallory und
Andrew Irvine blieben bei dem Versuch der Erstbesteigung 1924 verschollen,
welche schließlich im Jahr 1953 Edmund Hillary und Tensing Norgay gelang.
www.movieman-productions.de
Wissenschaftlicher
Film - Premiere
"Gesäuse - Wildes
Wasser, Blanker Fels"
von Michael Schlamberger (Österreich), 2004, 50 min
 | | Foto © Nationalpark Gesäuse | Nirgendwo in den Alpen liegen Wasser, Wald und Fels so steil
übereinander, ragen Felswände senkrecht so hoch aus dem Boden und bricht
sich das Brausen der Katarakte in einem stärkeren Echo als im Gesäuse.
Generationen von Kletterern waren diese Gipfel eine Herausforderung.
Doch waren es nicht wagemutige Alpinisten, sondern Mönche des Benediktinerstiftes
Admont, die als erste, bereits vor 150 Jahren, diese Berge bezwangen.
Verborgen hinter den Mauern des Stiftes liegt ein Meisterwerk barocker
Architektur - die größte Stiftsbibliothek der Welt.
 | | Foto © Nationalpark Gesäuse | Viele der alten Bücher und Dokumente lassen die Geschichte wieder
lebendig werden und öffnen neue, unerwartete Einblicke in eine Welt,
die bereits vergessen schien. Michael Schlamberger erzählt in atemberaubenden
Bildern die außergewöhnliche Geschichte einer Landschaft und ihrer Veränderung
bis zur Entstehung des jüngsten Nationalparks Österreichs.
Livegast: Andreas Hollinger
Der Leiter des Fachbereichs Nationalparkpräsentation wird eine kurze
Einleitung zum Film geben.
Der Nationalpark Gesäuse ist mit einem Stand beim Festival vertreten.
http://www.nationalpark.co.at
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Bergfilmblock
2
"Fatima's Hand "
von Jens Hoffmann, 2006, 40 min, englisch mit deutschen Untertiteln
 | | Foto © Jens Hoffman | Karina
Hollekim, eine 27jährige Norwegerin will gemeinsam mit ihrer
Freundin auf den imposanten und mythosbehafteten Berg "Die Hand der
Fatima" im westafrikanischen Mali klettern, um dann mit dem Fallschirm
per Base-Jump vom Gipfel zu springen.
 | | Foto © Jens Hoffman | Das
wäre für sie unter normalen Umständen keine besondere Herausforderung,
aber Temperaturen von über 40°C im Schatten, der schwierige Aufstieg
über steile Felswände, die starken Winde am Gipfel und nicht zuletzt
die psychische Belastung stellen große Risiken dar.
Auf zahlreichen Festivals weltweit erhielt dieser Film Auszeichnungen
u.a.:
BEST FILM ON MOUNTAIN SPORTS - BANFF Mountain Festivals, Canada
http://www.f24film.de
Ein
herzlicher Dank geht an Vaikko Tetzner für die Übersetzung
des englischen Filmtexts ins Deutsche und an Stefan Urlaß von
der "primera Fernsehproduktionsgesellschaft", der eigens für
die Aufführung des Films beim 4. Bergsichten-Festival die Vorführversion
des Films deutsch untertitelte
"Tagebuch einer Expedition "
von Jochen Schmoll, 2001, 27 min
 | | Foto © Jochen Schmoll | Einmal
im Leben auf Expedition in den Himalaya: das war der Kindheitstraum
von Kameramann Jochen Schmoll. Im Mai 2001 wurde er wahr - und das in
einer hochkarätigen Seilschaft. Mit den seinen Freunden Rainer Treppte
und Walter Hölzler sowie dem Spitzenkletterer Robert Jasper reiste er
im Juni in den indischen Garhwal-Himal. Ziel war eine Erstbegehung im
senkrechten Granit des Bhagirathi III 6454m, der als einer der schönsten
Berge des Himalaya gilt. Messerscharf zieht der direkte Südwestpfeiler,
dessen erste freie Begehung die Kletterer sich vorgenommen hatten, in
den Himmel. Da der Kameramann nicht nur als Berichterstatter, sondern
als vollwertiges Expeditionsmitglied teilnahm, können die Zuschauer
die extreme Himalaya-Kletterei hautnah verfolgen, ohne jedoch auf großartige
Landschaftsbilder der atemberaubenden Kulisse verzichten zu müssen.
Livegäste: Rainer Treppte
www.drehxtrem.de
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"Leben
in der Verticalen - Bigwall-Klettern weltweit"
Dia-Film-Vortrag von Rainer Treppte, ca. 90 min
Der Extrembergsteiger aus Immenstadt im Allgäu
erzählt in seinem Vortrag über seine eindrücklichsten Klettererfolge
und Expeditionen und vermittelt dem Publikum seine ganz persönliche
"Bergsicht".
 | | Foto © Rainer Treppte | Rainer
in Dresden geboren und seine ersten Schritte im sächsischen Sandstein
gemacht (u.a. Erstbegehung des bekannten Weges "Glockengeläut" VIIIb
am Dresdner Turm), zeigt einen Einblick in das extreme Big Wall-Klettern
rund um den Globus. Beginnend mit einem Film über seine Expedition zum
K7 (6970m) im Karakorum, führt er die Zuschauer anschließend nach Patagonien,
ins Klima der unerbittlichen Winde, zur Besteigung des höchsten Gipfels
Patagoniens, des Fitz Roy ( 3440 m ). Dort gelang ihm 1998 mit einem
starken Team, nach tagelangem Warten bei Stürmen und Wetterkapriolen
in einer Schneehöhle, die erste Wiederholung der Extremroute "RoyalFlush"
IX-. 1400 Meter extreme Rißkletterei, eine der schwierigsten Sportkletterrouten
der Welt.
 | | Foto © Rainer Treppte | Als
zweites "Highlight", ist die dritte Begehung der berühmten Freikletterroute
"Eternal Flame" XI- am 6251m hohen Nameless Tower in Pakistan zu sehen.
Dieser Markstein der modernen Himalaya-Kletterei, von Wolfgang Güllich
und Kurt Albert 1989 erstbegangen, ist auch heute noch eine der schwersten
Route über 5000m Höhe auf der ganzen Welt. Mit Bildern der abenteuerlichen
Anreise über den Karakorumhighway und einer fast unvorstellbarer Jeepfahrt
den Biafo River entlang zum Baltoro Gletscher, zeigt Rainer das Klettern
nicht als Einziges zählt, sondern eine Expedition auch ein besonderes
Abenteuer ist.
 | | Foto © Rainer Treppte | Die
Dias von der Route Freedom an der Nordwand des Matterhorns, eine Erstbegehung
durch die Zmuttnase Schwierigkeit M5, 6c, A2 welche Rainer mit Robert
Jasper im Jahr 2001 eröffnete, beeindrucken besonders durch die Steilheit
der Wand in Mixed- wie Freikletterei. In der Route The Shild A2+/5.8
im amerikanischen Yosemite, bekommt man einen Eindruck vom reinen Technoklettern
in der 1000 Meter Wand des El Capitan.
 | | Foto © Rainer Treppte | Abschließend
geht es in den Gharwal Himalaya nach Indien. Lassen sie sich begeistern
von dem starken Willen einen Berg zu besteigen. Nach einem Erstbesteigungsversuch
im Jahr 2001 gelingt ihm mit seinen Freunden Urs Stöcker und Simon Antermatten
die Durchsteigung der 1400m hohen Westwand am Bhagirathi III (6454m)
über die Katalanenroute 7+/A3 bestiegen.
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Bergfilmblock
3
"Letzte Ausfahr Titlis"
von Jochen Schmoll, 2004, 17 min
 | | Foto © Klaus Fengler | Die
Titlis Ostwand ist kein exotisches Kletterziel, keine versteckte
Wand, die Rockmaster Stefan Glowacz auf einer seiner zahlreichen Expeditionen
entdeckt hat. Sie ist die 800m lange Flanke des 3040m hohen Titlis mitten
in der Schweiz. Allein ihr erster Aufschwung ist auf 500m durchgehend
senkrecht bis überhängend. Glowacz plant die Erstbegehung.
 | | Foto © Klaus Fengler | 2002
schleppen Stefan Glowacz, Markus Dorfleitner und Peter Anzenberger die
zentnerschwere Ausrüstung an den Fuß der Wand, doch Pech mit dem Wetter
verhindert einen Durchstieg. Im April 2004 nutzen sie dann den Vorteil
der Seilbahn und fahren auf Ski vom verschneiten Gipfel die bis zu 50
Grad steile Südflanke ab. Doch dann verwandelt eine Schlechtwetterfront
die Wand in eine glatte Eisfläche. Im Juni 2004 stimmen endlich alle
Voraussetzungen. Nach zwei Tagen schwierigster Kletterei erreicht Glowacz
mit seinem Team den Vorgipfel des Titlis.
Dann, am 4. Juli 2004 nehmen Glowacz und Dorfleitner die "Letzte Ausfahrt
Titlis". Die Erstbegehung hat insgesamt 13 Seillängen auf 500m Wandhöhe
bis Schwierigkeitsgrad 10!
www.drehxtrem.de
"Kurtl goes west"
von Stefan König, 1998, 30 min
Mit freundlicher Unterstützung
von Movieman Productions
 | | Foto © Archiv Movieman Productions | Kurt
Albert (Spitzname "Kurtl") ist einer der besten Freikletterer
der Welt und ein Mann mit Witz und Charme. Schon als Kind fing er mit
dem Klettern an. Mittlerweile hat er in der Fränkischen Schweiz, seiner
Heimat, alles erklettert, was es zu klettern gibt. Er hat seinen Beruf
als Lehrer an den Nagel gehängt, um das Freiklettern als Berufung weiterzuführen.
KURTL GOES WEST wurde vor allem in den USA gedreht, wo Kurtl seine Kletterkünste
auf verschiedenen Schwierigkeitsgraden zeigt. Er klettert steile Felsformationen
hoch wie auch über Felsvorsprünge und erklärt die modernen Gerätschaften,
ohne die das heutige Freiklettern nicht machbar wäre.
 | | Foto © Archiv Movieman Productions |
In vielen Regionen war Klettern bis vor kurzem fast undenkbar, wie das
Monument Valley oder der Yosemite National Park, die seit den 70er Jahren
zu den erklärten Traumziel der meisten Freikletterer wurden - auch für
Kurtl. Wir folgen Kurt Albert über die Felsen und spüren, was ihn an
diesem Sport so fasziniert. Kurtl erzählt von seinen Erlebnissen und
warum er das Freiklettern so liebt. Und Kurtl testet weiterhin seine
Grenzen, liebt das Extreme und verliert dabei nie seinen Sinn für Humor.
www.movieman-productions.de
"Stefan Glowacz - Ein Leben an den Fingerspitzen"
von Jochen Schmol, 2005, 18 min
Eine Produktion der Sendereihe Bergauf-Bergab des
BR
 | | Foto © Jochen Schmoll | Dreifacher
Rockmaster, Vizeweltmeister im Schwierigkeitsklettern, Erstbegeher
zahlreicher Kletterwege an den Bergen der Welt, und Hauptdarsteller
in Werner Herzogs "Schrei aus Stein". Die Bilanz des Garmischer Kletteridols
ist wohl einzigartig im deutschen Klettersport. Für Stefan Glowacz waren
die acht Jahre als Wettkampfkletterer nur der Beginn seiner Karriere
als Profikletterer. Mit der Erstbegehung der Route "Des Kaisers neue
Kleider", die bis heute als eine der schwierigsten alpinen Freikletterrouten
weltweit gilt, bewies Glowacz 1994, ein Jahr nach seinem Ausstieg aus
dem Wettkampfzirkus, dass er auch am Naturfels zur absoluten Weltelite
zählt. Und das nicht nur im Klettergarten, sondern gerade an den großen,
entlegenen ?ergen der Welt.
 | | Foto © Jochen Schmoll |
Mit der Expedition an den Mt Harrison Smith im kanadischen "Cirque of
the Unclimbables" begann Glowacz 1995 eine Serie von Expeditionen unter
anderem nach Grönland, Mexiko, Kenia und in die Antarktis. Bei all seinen
Unternehmungen stand vor allem die Suche nach Neuland, die sportliche
Fairness und die Freundschaft zu seinen Kletterpartnern und Expeditionsmitgliedern
im Vordergrund. Kurt Albert, Holger Heuber, Uli Wiesmaier und Hans-Martin
Götz, sind als ständige Weggefährten aus der Erfolgsgeschichte Stefans
nicht wegzudenken. Der Film begleitet Stefan anhand von zum Teil noch
unveröffentlichtem Archivmaterial auf allen wichtigen Stationen seiner
Karriere.
Livegast: Stefan Glowacz
www.br-online.de
"Immer
am Limit Vol.II"
Multivisionsshow von Stefan Glowacz, ca. 90 min
und Pause
 | | Foto © Klaus Fengler | Bewegte
Bilder bewegender Landschaften: Im Zentrum von Stefan Glowacz'
neuem Vortrag steht seine Expedition ins Epizentrum der Elemente, bei
der ihm eine Erstbegehung am Murallón in Patagonien gelang und die spektakuläre
Neutour seines persönlichen, 20 Seillängen dauernden "Fegefeuers" (IX,
700 m) in der Nordwand des 2.200 Meter hohen Acopan Tepui in Venezuela.
Aber diesmal berichtet Stefan nicht nur von fernen Zielen: Bilder der
legendären "Trilogie", der Wiederholung der drei schwierigsten alpinen
Sportkletterrouten, zeigen einen der weltbesten Kletterer am Limit.
 | | Foto © Klaus Fengler | In
Südamerika kämpfen sich Stefan Glowacz und Kurt Albert durch einen senkrechten
Dschungel auf den Gipfel des El Gigante. Ein Weg, der so schnell nicht
wiederholt werden wird. Auch in der Schweiz war der Extrembergsteiger
aktiv: Während er eine neue Route durch die Titlis-Ostwand fand, verfolgten
Fotograf Klaus Fengler und Kameramann Jochen Schmoll jeden seiner Griffe.
Entstanden sind Bilder, die beim Zuschauer das Adrenalin in die Adern
schießen lässt. Stefan Glowacz zeigt auf sensible Art die Schönheit
des Extremen, die Faszination eines Lebens am Limit und den Respekt
vor den Elementen. Vor allem bringt er seinem Publikum die Leidenschaft
für die Bewegung in der Vertikalen nahe. Ein Vortrag mit Stefan Glowacz
bedeutet 90 Minuten reisen, staunen, lachen.
www.glowacz.de
Die
kleine Bergsichten-Party
Mit Bergsteigerkultband "Tommy Bumms"
und Musik aus der Konserve
Eintritt: frei
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