Festivaleröffnung
und Live Special - Faszination Bergfilm mit Gerhard Baur
NEU - In Gedenken an Kurt Albert wird der neue Film von Jochen
Schmoll "Kurt und die Welt" zusätzlich an dem
Abend aufgeführt.
Am heutigen Abend wird das 7. Bergsichten-Festival eröffnet.
Erwartet werden Repräsentanten des Festivalpräsentators
Verkehrsverbund Oberelbe und prominente Gäste wie Kurt
Diemberger , Peter Diener und Gerhard Baur. Wenn am Eröffnungsabend
diese drei Legenden des Bergsteigens auf der Bergsichten-Bühne
stehen, ist das sicherlich ein gelungener Auftakt des Festivals.
Nach einer kurzen Ansprache und Grußworten zeigen wir
im Anschluß in Erinnerung an den im September tödlichen
verunglückten Kurt Albert, einen Film über den legendären
Kletterer.
Kurt und die Welt Jochen Schmoll, Deutschland 2010, 27 min
"ein
Portrait über mich? Des kannst grad vergessn." mit
diesen Worten stellte Kurt Albert klar, wie wenig er es mochte,
im Mittelpunkt zu stehen. Und doch konnte er sich nicht dagegen
wehren. In Kletterkreisen ist Kurt Albert nicht mehr nur ein
Name, er ist eine Marke geworden. Die Marke mit dem Roten Punkt.
In den siebziger Jahren begann Kurt Albert, an den Einstieg
von Routen, die er im reinen Freikletterstil durchsteigen konnte,
einen roten Punkt zu malen - und war damit der Begründer
einer ganzen Sportkletterbewegung, die sich die Grundsätze
des freien Kletterns auf die Fahne schrieb und dies immer noch
tut.
"Vater des roten Punkts" - mit diesem Schlagwort ist
Kurt Albert auf alle Zeit verbunden. Doch sein Einfluss auf
die nationale und internationale Kletterszene geht weit über
das Bepinseln freigekletterter Routen hinaus und begründet
sich nicht nur in seinen sportlichen und alpinistischen Erfolgen,
sondern vor allem in seiner Persönlichkeit.
"Kurt und die Welt" ist kein Portrait im eigentlichen
Sinne und will es auch nicht sein. Der Film ist eine Momentaufnahme.
Momente, die den Zuschauer einen Menschen erleben lassen, der
sein Leben dem Klettersport verschrieben hat und dabei eine
ganze Generation von Kletterern mitgerissen und beeinflusst
hat.
Livegast: Jochen Schmoll
Danach steht der Abend ganz im Zeichen der großen filmischen
Leistungen von Gerhard Baur.
Dresden - Premiere für Gerhard Baur
Gerhard
Baur ist Regisseur, Kameramann, Produzent und Bergsteiger
in einer Person. Er hat den Bergfilm in den letzten 35 Jahren
entscheidend geprägt. Die Verfilmung der Eiger Nordwand-
Tragödie von 1936 machte ihn weltberühmt. Über
70 Filme hat er gedreht und etwa 50 Auszeichnungen erhalten.
2002 wurde Baur von der "Internationalen Allianz für
Bergfilme" zum weltbester Bergfilmer gewählt.
Erstmals besucht er die Elbestadt und zeigt beim Festival
einige seiner besten Dokumentationen.
Als Livegast wird er über die Hintergründe zur
Entstehung dieser Filme und zur Entwicklung des Bergfilms
in den letzen Jahren berichten.
Die Grand Jorasses Nordwand
Gerhard Baur, Deutschland 1982, 50 min
In
den 30er Jahren gab es in den Alpen noch drei große
unbekannte Wände, allesamt Nordwände und mehr
als einen Kilometer senkrecht in die Höhe ragend. Unter
den besten Bergsteigern Europas entbrannte ein Wettlauf
um die Erstbesteigung dieser gewaltigen Felsmauern. Die
Grandes Jorasses Nordwand gehörte dazu. 1200 Meter
hoch, mit Schnee und Eis bedeckt, extrem steinschlaggefährdet.
Ein erster Versuch im Jahr 1931 endete für die beiden
Deutschen Brehm und Rittler tödlich.
Drei Jahre später steigen gleich vier Seilschaften
in die Wand ein. Doch das Wetter war unsicher. Nur die
ehrgeizigen Deutschen Haringer und Peters geben nicht
auf. Nachdem sie einen Großteil ihrer Ausrüstung
leichtsinnig am ersten Biwakplatz zurückgelassen
hatten, waren sie einem möglichen Wettersturz schutzlos
ausgeliefert. Nach drei Tagen mühsamer Kletterei
in der Wand zwingt sie ein Schneesturm zur Umkehr. In
der Eiseskälte wird jeder Griff zur Qual, beide sind
erschöpft. Als Haringer am Rande seiner Kraft einen
Moment lang ungesichert im verschneiten Fels nach einer
Sicherungsmöglichkeit sucht, passiert das Schreckliche.
Lautlos verschwindet er in die Tiefe. Peters ist jetzt
in einer verzweifelten Lage. Allein, ohne Felshaken, ohne
Essen und Trinken, muss er mit letzter Kraft durch die
Wand im Schneesturm abseilen. Erst am fünften Tag
nach ihrem Aufbruch bessert sich das Wetter. Peters schaffte
es mehr tot als lebendig. Seinen Freund barg man am Fuß
der Wand.
Mit Originalausrüstung stellt der Dokumentar-Spielfilm
die dramatischen Ereignisse des Jahres 1934 nach
Pause ca. 30 Minuten
Eiger Nordwand - durch das Tor
des Scheiterns Gerhard Baur, Deutschland 1983, 43 min
Es
ist die Geschichte des jungen Allgäuer Kletterers
Thomas Burger und seines Freundes Holger Wendel, die 1983
am Eiger den Abgrund zwischen Leben und Tod kennen lernten.
Beide überlebten ein Drama, das in der Presse als
das "Wunder in der Eiger Mordwand" bezeichnet
wurde.
Von einer unglaublichen Begeisterung getrieben, träumten
die beiden 18 und 19 Jahre alten Schüler von einem
Leben mit und in den Bergen. Doch ein Wettersturz mitten
in der Wand zerstörte jäh ihre Wünsche
und Hoffnungen. Verzweifelt kämpften sie darum, lebend
dem Inferno zu entrinnen. Sie waren ohne viel Aufhebens
heimlich in die Wand eingestiegen, niemand wusste Bescheid
und suchte nach ihnen.
Zwanzig Jahre danach erzählt Thomas Burger über
das Drama, das sein Leben völlig verändert hat.
Er spricht von seiner Erfahrung, im Scheitern eine Chance
für ein neues Leben zu sehen und in der Vielfalt
der Möglichkeiten den Wert des Bergsteigens neu zu
entdecken.
Die Entscheidung Gerhard Baur, Deutschland 1985, 14 min
Der Ostpfeiler des Piz Palü ist Schauplatz eines spannenden
Films über die Faszination und Gefahr des Steilwand-
skifahrens.
Die Auseinandersetzung mit der Gefahr, dem Risiko, der einsame
Moment der Entscheidung am Gipfel sind dramatische Höhepunkte.
Filmblock
1 - Dolpo Special
Dolpo Tulku - Heimkehr in den Himalaya Martin Hoffmann, Deutschland 2009, 104 min
Das
Dolpo im Nordwesten Nepals an der Grenze zu Tibet gehört
zu den abgeschiedensten Gegenden der Welt. Eingeschlossen
von den gewaltigen Gebirgsketten des Himalaya, weitgehend
ohne Elektrizität und moderne Kommunikationsmittel,
ohne chinesischen oder indischen Assimilationsdruck hat
sich dort eine uralte buddhistische Kultur erhalten.
Vor über 16 Jahren wurde der Hirtenjunge Sherap
Sangpo als Reinkarnation eines hochstehenden Lama, des
Dolpo Tulku, erkannt und zur Ausbildung ins Exilkloster
nach Südindien geschickt. 2008 kehrt er zum ersten
Mal wieder in die Berge Nepals zurück, um sein Amt
als geistliches Oberhaupt der tief religiösen Menschen
des Dolpo anzutreten.
Die
Menschen erwarten den Dolpo Tulku mit großer Zuneigung
- und Erwartungen: Er soll den Bewohnern nicht nur spirituell
zur Seite stehen: Das Dolpo braucht Schulen, Krankenhäuser,
Kommunikation.
In faszinierenden Bildern der nepalesischen Bergwelt,
in ruhigen, dichten Beobachtungen der Kultur und der Menschen
des Dolpo, erzählt der Film von der spannungsgeladenen
Begegnung von Tradition und Moderne, von der Spiritualität
eines tief verwurzelten Buddhismus und der praktischen
Aufgabe, der bitteren Armut entgegenzuwirken. Durch seine
Ausbildung ebenso vertraut mit buddhistischer Selbstüberwindung
wie mit dem Laptop, stellt sich der junge Dolpo den großen
Erwartungen - nicht frei von Selbstzweifeln, aber mit
großer Hingabe, überraschendem Humor und tief
empfundener Liebe.
+++ Publikumspreis International Mountain Film Festival
Kathmandu 2009 +++ //
www.dolpotulku.de
Livegäste: Regisseur Martin Hofmann und Filmteam,
Expeditionsleiter Götz Wiegand
Bei der Bergsichten-Messe im Foyer ist die Dolpo-Hilfe
der Sächsischen Himalaya Gesellschaft mit einem Stand
vertreten und informiert über die aktuellen Hilfsprojekte.
Außerdem ist ein Modell eines Dorfes im Dolpo ausgestellt.
Abenteuer
Wissenschaft
Dachstein - Terrestrisches
Laserscanning
Vortrag von Prof. Dr. Manfred Buchroithner ca. 35 min.
Der
Einsatz von terrestrischen Laserscannern bei Vermessungen im
und am Berg ist eines der Forschungsgebiete des Instituts für
Kartographie der TU Dresden. In Zusammenarbeit mit dem Zentrum
für Informationsdienste und Hochleistungsrechnern wird
nach neuen Wegen gesucht, die Punktwolkenmodelle auszuwerten
und nutzbar zu machen. Traditionell liegt eines der Untersuchungsgebiete
für diese Arbeiten im Dachsteingebirge, in den Nördlichen
Kalkalpen. Prof. Buchroithner, selbst früher Extrembergsteiger,
berichtet in seinem Vortrag über Arbeiten an zwei neuen
Projekten der TU Dresden zur Visualisierung der Eisriesenwelt
in Werfen, der größten Eishöhle der Erde, und
zur Verknüpfung von GPS-Koordinaten mit fotorealistischen
3-D-Modellen von großen Alpenwänden bei extremen
Bergrettungseinsätzen.
Traum Leben
Style of Gravity, Österreich 2010, 24 min
So
farbenfroh und schön Träume auch sein können,
so grau entpuppt sich die Realität der zwei jungen Skifahrer.
Sie kämpfen mit den Hindernissen des Alltags und ihres
Lebens, lassen sich aber die Freude am Skifahren nicht nehmen.
Auf ihre Weise verwirklichen sie ihren Skitraum... Aus Traum
wird Realität!
HIKE2Ride Harry
Putz und Mitch Tölderer, Österreich 2010, 32 min
Was machen Profifreerider, die
schon auf der ganzen Welt ihrenTraum gelebt haben? Sie kommen
nach Hause und entdecken dort eine neue Qualität ihres
Sportes. Mitch Tölderer, Stefan Häusl und Björn
Heregger entschließen sich nach ihrer internationalen
Wettkampfsaison zu einem Abenteuer der "fairen" Art
zu Fuß in den Tiroler Alpen. Gemeinsam suchen und finden
drei der besten österreichischen Freerider Herausforderungen,
Überraschungen, Einblicke, und Nachhaltigkeit vor der eigenen
Haustür.
DVD-Tipps
"Mönch - Glaube bis ins Tal" 2003, "Spotlight
Cima Tosa" 2006, "Der stille Fall" 2007,
"Free to be" 2008 Beim Festival können Sie die DVDs am
Bergsichten-Stand erwerben.
Die DVDs sind auch erhältlich im Bergsichten-Shop, Dresden,
Ludwig-Hartmann-Str.45 (im Fitnessstudio).
9 to 5
Daniel Wolf, Hanno Mackowitz, Österreich 2010, 5 min
Der
Kurzfilm, der für den "Powder to People Award"
innerhalb von 72Stunden gedreht und geschnitten wurde, ist eine
Antwort darauf. Produziert ohne jegliches Budget, aber dafür
mit umso mehr Einsatzfreunde. Die zwei Snowboarder Sebastian
Geiger und Michael Macho zeigten dabei vollsten Körpereinsatz
und unermüdlichen schöpferischen Willen. Traumhafte
Bilder mit stimmungsgeladener musikalischer Untermalung die
zu einem "Gänsehautfeeling" führt. Der Film
gewann bei dem Contest in den Kategorien "Peoples Choice"
sowie "Jury - best Movie".
UP and DOWN
Matthias Mayr, Matthias Haunholder, Sascha Schmid, Österreich,
Schweiz, 2010, 25 min
Spektakuläre
Abfahrten inmitten beeindruckender Berglandschaften gehören
zu jedem Freeskifilm. Doch die drei Freeskier Matthias Haunholder,
Sascha Schmid und Matthias Mayr wollen etwas mehr Einblick geben.
Der Film zeigt, wie man die fantastischen Lines, die schlussendlich
vor der Kamera gefahren werden, überhaupt erreichen kann
und wie lange es dann tatsächlich dauert, bis man die Lines
im Kasten hat. In einem Winter, der weltweit einer der schneeärmsten
war, ein nicht unbedingt leichtes Unterfangen. Ein interessanter
Freeskifilm, der mit Action nicht spart und darüber hinaus
jede Menge interessanter Infos bereithält.
Abenteuer Soloexpedition
Multivisionsvortrag von Andreas Hollinger, ca. 90 min
Gewinner des Wettbewerbs der Kurzbeiträge 2009
Geplant
war eigentlich ein Zweimann-Unternehmen am Karakorumriesen
Latok 2. Aber familiäre Probleme des Seilgefährten
verhinderten dessen Teilnahme. In den wenigen Wochen bis
zur Abreise war kein anderer geeigneter Partner aufzutreiben.
Die Arbeitsstelle war bereits gekündigt, Zeit und Geld
vorhanden. Was nun noch fehlte, war ein Ausweichziel. Die
Richtung war durch die vorhandenen Visa vorgegeben. So fuhr
Andreas Hollinger allein mit einem alten Opel Rekord über
die Türkei und den Iran nach Pakistan, ein Abenteuer
für sich. Vor Ort entschied er sich dann für einen
neuen Berg.
Das
Gipfelziel war der 7266m hohe Diran Peak im Karakorum. Viel
Optimismus brauchte Hollinger auf seiner Solotour. Mutlose
Träger verließen ihn zwei Tage vorm Basislager,
eine Lawine kostete ihn dann fast das Leben und begrub Teile
seiner Ausrüstung. Ausdauernd suchte er tagelang danach
in dem riesigen Lawinenkegel. Die Skistöcke fand er
nach zwei Tagen mittels einer als Lawinensonde umgebauten
Zeltstange, den Schuh erst am sechsten Tag! Nach der Ausgrabung
des Schuhs war der weitere Aufstieg frei und er erreichte
glücklich den Gipfel. Mit seiner trockenen, humorvollen
Art berichtet Andreas Hollinger über diese ungewöhnliche
Unternehmung.
Lesung
Peter Brunnert
Die Spinnen, die Sachsen!
Lesung von Peter Brunnert, ca.90 min mit Pause
"Wenn
Malte Roeper der Hemingway des Bergsteigens ist, dann ist Peter
Brunnert der Harald Schmidt des Kletterns" - so steht es
zumindest im Verlagsprospekt bei Panico. Beim Bergsichten-Festival
kann man sich davon persönlich überzeugen. Seine ersten
beiden Bücher "Wir müssen da hoch" und "Wirklich
oben bist du nie" haben in Klettererkreisen mittlerweile
Kultstatus erreicht. Peter Brunnert versteht es meisterlich,
mit selbstironischem Humor Geschichten über seine ganz
persönlichen Pleiten, Pech und Pannen zu erzählen.
Bei dem neuen Buch "Die Spinnen, die Sachsen" sind
es aber nicht die eigenen Unglücke, die der Hörer
auf die Ohren bekommt, sondern die von waschechten Sachsen oder
von solchen, die es mal werden wollen. Freuen sie sich auf Kletterliteratur
der etwas anderen Art. Neugierig geworden? Hier
gibts eine Hörprobe.
//
www.peter-brunnert.de
Buchtipp
"Die Spinnen, die Sachsen!" von Peter Brunnert, Geoquest
Verlag 2010
Filmblock
3 - Klettern im Sandstein
Die Erstbesteigung der Nonne im Niedergrund
Pavel Ryva, Vlastimil Safranek, Tschechische Republik, 2006,
24 min, Deutsch
Willy
Baudisch und Hans Baumgart zählten in jener Zeit zu den
Pionieren der Kletterei in der Sächsischen Schweiz. Eine
Reihe von Erstbegehungen im VII. Grad gehen auf ihr Konto. Am
21.07.1906 bestiegen sie zusammen mit Sascha Zieger, einem Schornsteinfeger,
der sich schon oft vergeblich an dem Turm über dem Niedergrund
versuchte, ohne künstliche Hilfsmittel den Gipfel der Nonne.
Der Film ist eine humorvolle Nachstellung der Erstbesteigung
dieses bedeutenden Gipfels in der Böhmisch-Sächsischen
Schweiz. Drei mutige Kletterer im Sandstein und im Hintergrund
deutsche Blasmusikmelodien - einfach originell.
Climbing in Sandstone - from "The
Sharp End"
Peter Mortimer, Nick Rosen, USA, 20 min, Englisch mit deutschen
Untertiteln
Beim
Festival werden Ausschnitte aus dem preisgekrönten Film
"The Sharp End", vom Klettern in Adrsbach sowie der
Böhmischen und Sächsischen Schweiz gezeigt. Vor über
100 Jahren entstand in den Sandsteintürmen von Deutschland
und Tschechien eine Form des Kletterns, die bis heute Tradition
hat. Gekennzeichnet ist dieses "gefährliche Kultklettern"
durch Routen mit großen Ringabständen, Klettern ohne
Magnesia, weiten Sprüngen auf Gipfel und dem großen
Bierdurst tschechischer Kletterer. Für Alex Honnold und
seine Crew war es eine echte Herausforderung und eine große
Erfahrung, unter diesen gefährlichen Bedingungen im Sandstein
zu steigen. Einheimische weihten sie in die Besonderheiten dieser
Klettertraditionen ein. Livegast: Robert Leistner
DVD Tipp
"The Sharp End" Die DVD ist im Internet erhältlich
unter //
www.senderfilms.com
Bergsteigergeschichten
ganz unterschiedlicher Art präsentiert BIWAK. Allen drei
Geschichten aus dem MDR-Bergsportmagazin ist jedoch eines gemein:
Es wird im sächsischen Sandstein geklettert. An der Barbarine
seit mehr als einem Jahrhundert schon, bis zur Sperrung der
imposanten Felsnadel in den 70er Jahren. Heute dürfen der
"Alten Dame" nur noch sogenannte Kontrollbegeher aufs
Haupt steigen um sicherzustellen, dass der wackelige Kopf nicht
eines Tages in die Tiefe rauscht. Eine solche Kontrollbegehung
hat BIWAK-Moderator Thorsten Kutschke begleitet und blickt nebenbei
zurück auf manch abenteuerliches oder auch kurioses Berg-Erlebnis
an der Barbarine. So soll beim Blick in die vergilbten Gästebücher
der einstigen Schankwirtschaft auf dem Pfaffenstein u.a. die
Frage geklärt werden, ob die "Pioniere" Fehrmann
und Perry 1905 bei der Erstbesteigung der "Jungfer"
tatsächlich "Eins-Acht-im-Turm" hatten, wie es
die Legende erzählt.
BIWAK-Redakteurin Bettina Wobst hat zwei höchst unterschiedliche
Kletter-Touren in der Sächsischen Schweiz begleitet und
dokumentiert den "Ansturm" der alt-ehrwürdigen
"Grauen Hirsche" im traditionsbewussten
Stil am Klettergipfel Tante in den Schrammsteinen und ein ehrgeiziges
"Alle Gipfel an einem Tag" Projekt junger Kletterer
am Pfaffenstein. //
www.mdr.de/biwak
Livegäste:
Bettina Wobst, Thorsten Kutschke und einige Protagonisten
Die "Eiskönigin"
huldigt dem Sandstein - Kletter-Premiere für Ines Papert
in der Sächsischen Schweiz
Traumtouren-Film, Ralf Daubitz, Thorsten Kutschke, Deutschland
2009, 22 min
"Verdammtl!
Warum sch ich mir so ein?"- Fluchend hängt eine
junge Dame aus dem Bertechsgadener Land in der schwierigen Schlüssel-Stelle
eines IXer-Weges in der Sächsischen Schweiz. Es ist Ines
Papert, die mehrfache Eiskletter-Weltmeisterin. Eine Powerfrau
die es versteht sich nach oben durchzubeißen.
Weltweit ist die gebürtige Sächsin schon extrem schwere
Routen geklettert - nur in der alten Heimat, in Sachsen, war
sie noch nie am Fels. Die Premiere wird begleitet von Filmemacher
Thorsten Kutschke und vier Kamera-Teams. Ein filmischer Kletter-Spagat
zwischen dem Genuss sächsischer Spezialitäten (u.a.
Baustelle), phantastischen Expeditions-Bildern aus Nepal und
Kanada, und blutigen Fingern im heiklen Sandstein-Quergang!
Mit dem erfreulichen Fazit der Eiskönigin: "Hier muß
ich unbedingt wieder mal herkommen!"
DVD Tipp
"Traumtouren - Vom Elbsandstein bis ins Ewige Eis",
2009
Live Special
- Kurt Diemberger
Dhaulagiri 8167m - Berg ohne Gnade
Dia-Video-Vortrag von Kurt Diemberger, ca. 120 min, inkl.
Pause
Wegen Krankheit von Kurt Diemberger
mußte der Vortrag von Kurt Diemberger leider abgesagt
werden. Dafür hielt Peter Diener, der zusammen mit
Kurt Diemberger am Dhaulagiri war einen Vortrag über
die Erstbesteigung dieses Achttausenders.
Kurt Diemberger, einer der legendärsten
Bergsteiger unserer Zeit, und einzige noch lebende Erstbesteiger
von zwei Achttausendern, scheint das Festival zu lieben.
Bereits zum dritten Mal kommt er in die Elbestadt. Der
Anlass ist diesmal ein 50-jähriges Jubiläum.
Nein nicht der Geburtstag von Diemberger, der wurde in
diesem Jahr 78, sondern eine seiner Erstbesteigungen:
der "Dhaulagiri - ein Achttausender mit Glückszahl
13" wie ihn Diemberger in seinen Büchern respektvoll
nennt. Jenen Berg im Himalaja, auf dessen Gipfel er am
13. Mai 1960 als Mitglied einer sechsköpfigen, internationalen
Expedition die Erstbesteigung feierte.
Der
Dhaulagiri ist einer der Berge, um deren Erstbesteigung
sehr lange gekämpft wurde. 1950 starteten die Franzosen
erste Versuche. Weitere sechs Expeditionen versuchten
bis 1959 vergeblich ihr Glück am Dhaulagiri. In der
Fachwelt wurde der Berg damals als schwierigster Achttausender
bezeichnet und die Frage wurde immer größer,
wem die Erstbesteigung endlich gelänge.
In dem exklusiv für das Bergsichten-Festival zusammengestellten
Vortrag berichtet Kurt Diemberger über das jahrelange
Ringen um diesen Gipfel. Er erzählt auch von den
vielen Novums, die an diesem Berg ausprobiert wurden,
wie den Sprengungen der Argentinier in der Birnenroute
und den von Schweizern einsetzten Schlafgestellen in der
Wand über 7000 Meter Höhe.
Mit der legendären Pilatus Porter Maschine namens
"Yeti" kommt bei seiner Expedition erstmals
auch ein Flugzeug zum Einsatz. Die Besucher erwartet ein
packender Vortrag in Kurts unnachahmlicher sympatischer
Art über eine von Widrigkeiten geprägte, aber
letztendlich erfolgsgekrönte Expedition. Von ihm
bei der Erstbesteigung gedrehtes und bisher unveröffentlichtes
Filmmaterial aus seinem Archiv ist ebenfalls erstmalig
im Vortrag zu sehen.
Buchtipp
"Aufbruch ins Ungewisse" von Kurt Diemberger,
Piperverlag, 2009 Beim Festival können
Sie das Buch bei der Abendveranstaltung erwerben und signieren
lassen.
DVD Tipp
"K2 Traum und Schicksal" von Kurt Diemberger
und Julie Tullis
Die
kleine Bergsichten-Party
Mit Dresdens Bergsteigerkultband
"Schlappseil"
Im
Anschluß an den Vortrag von Kurt Diemberger, gegen 22.00 Uhr,
startet die kleine Bergsichten-Party im Foyer mit Live-Musik
von Dresdens Bergsteigerkultband "Schlappseil" . Bis 01.00 Uhr
kann das Tanzbein geschwungen werden. Und frei nach dem Schlappseilmotto
gibt es "gutes Bier zu schlechter Musik".