Festivalprogramm





Festivaleröffnung und Live Special - Faszination Bergfilm mit Gerhard Baur

NEU - In Gedenken an Kurt Albert wird der neue Film von Jochen Schmoll "Kurt und die Welt" zusätzlich an dem Abend aufgeführt.


Am heutigen Abend wird das 7. Bergsichten-Festival eröffnet. Erwartet werden Repräsentanten des Festivalpräsentators Verkehrsverbund Oberelbe und prominente Gäste wie Kurt Diemberger , Peter Diener und Gerhard Baur. Wenn am Eröffnungsabend diese drei Legenden des Bergsteigens auf der Bergsichten-Bühne stehen, ist das sicherlich ein gelungener Auftakt des Festivals.

Nach einer kurzen Ansprache und Grußworten zeigen wir im Anschluß in Erinnerung an den im September tödlichen verunglückten Kurt Albert, einen Film über den legendären Kletterer.

Kurt und die Welt
Jochen Schmoll, Deutschland 2010, 27 min

"ein Portrait über mich? Des kannst grad vergessn." mit diesen Worten stellte Kurt Albert klar, wie wenig er es mochte, im Mittelpunkt zu stehen. Und doch konnte er sich nicht dagegen wehren. In Kletterkreisen ist Kurt Albert nicht mehr nur ein Name, er ist eine Marke geworden. Die Marke mit dem Roten Punkt.
In den siebziger Jahren begann Kurt Albert, an den Einstieg von Routen, die er im reinen Freikletterstil durchsteigen konnte, einen roten Punkt zu malen - und war damit der Begründer einer ganzen Sportkletterbewegung, die sich die Grundsätze des freien Kletterns auf die Fahne schrieb und dies immer noch tut.

"Vater des roten Punkts" - mit diesem Schlagwort ist Kurt Albert auf alle Zeit verbunden. Doch sein Einfluss auf die nationale und internationale Kletterszene geht weit über das Bepinseln freigekletterter Routen hinaus und begründet sich nicht nur in seinen sportlichen und alpinistischen Erfolgen, sondern vor allem in seiner Persönlichkeit.

"Kurt und die Welt" ist kein Portrait im eigentlichen Sinne und will es auch nicht sein. Der Film ist eine Momentaufnahme. Momente, die den Zuschauer einen Menschen erleben lassen, der sein Leben dem Klettersport verschrieben hat und dabei eine ganze Generation von Kletterern mitgerissen und beeinflusst hat.

Livegast: Jochen Schmoll



Danach steht der Abend ganz im Zeichen der großen filmischen Leistungen von Gerhard Baur.

Dresden - Premiere für Gerhard Baur
 
Gerhard Baur ist Regisseur, Kameramann, Produzent und Bergsteiger in einer Person. Er hat den Bergfilm in den letzten 35 Jahren entscheidend geprägt. Die Verfilmung der Eiger Nordwand- Tragödie von 1936 machte ihn weltberühmt. Über 70 Filme hat er gedreht und etwa 50 Auszeichnungen erhalten.

2002 wurde Baur von der "Internationalen Allianz für Bergfilme" zum weltbester Bergfilmer gewählt. Erstmals besucht er die Elbestadt und zeigt beim Festival einige seiner besten Dokumentationen.

Als Livegast wird er über die Hintergründe zur Entstehung dieser Filme und zur Entwicklung des Bergfilms in den letzen Jahren berichten.


Die Grand Jorasses Nordwand
Gerhard Baur, Deutschland 1982, 50 min
 
In den 30er Jahren gab es in den Alpen noch drei große unbekannte Wände, allesamt Nordwände und mehr als einen Kilometer senkrecht in die Höhe ragend. Unter den besten Bergsteigern Europas entbrannte ein Wettlauf um die Erstbesteigung dieser gewaltigen Felsmauern. Die Grandes Jorasses Nordwand gehörte dazu. 1200 Meter hoch, mit Schnee und Eis bedeckt, extrem steinschlaggefährdet. Ein erster Versuch im Jahr 1931 endete für die beiden Deutschen Brehm und Rittler tödlich.

Drei Jahre später steigen gleich vier Seilschaften in die Wand ein. Doch das Wetter war unsicher. Nur die ehrgeizigen Deutschen Haringer und Peters geben nicht auf. Nachdem sie einen Großteil ihrer Ausrüstung leichtsinnig am ersten Biwakplatz zurückgelassen hatten, waren sie einem möglichen Wettersturz schutzlos ausgeliefert. Nach drei Tagen mühsamer Kletterei in der Wand zwingt sie ein Schneesturm zur Umkehr. In der Eiseskälte wird jeder Griff zur Qual, beide sind erschöpft. Als Haringer am Rande seiner Kraft einen Moment lang ungesichert im verschneiten Fels nach einer Sicherungsmöglichkeit sucht, passiert das Schreckliche. Lautlos verschwindet er in die Tiefe. Peters ist jetzt in einer verzweifelten Lage. Allein, ohne Felshaken, ohne Essen und Trinken, muss er mit letzter Kraft durch die Wand im Schneesturm abseilen. Erst am fünften Tag nach ihrem Aufbruch bessert sich das Wetter. Peters schaffte es mehr tot als lebendig. Seinen Freund barg man am Fuß der Wand.

Mit Originalausrüstung stellt der Dokumentar-Spielfilm die dramatischen Ereignisse des Jahres 1934 nach

Pause ca. 30 Minuten

Eiger Nordwand - durch das Tor des Scheiterns
Gerhard Baur, Deutschland 1983, 43 min

 

Es ist die Geschichte des jungen Allgäuer Kletterers Thomas Burger und seines Freundes Holger Wendel, die 1983 am Eiger den Abgrund zwischen Leben und Tod kennen lernten. Beide überlebten ein Drama, das in der Presse als das "Wunder in der Eiger Mordwand" bezeichnet wurde.

Von einer unglaublichen Begeisterung getrieben, träumten die beiden 18 und 19 Jahre alten Schüler von einem Leben mit und in den Bergen. Doch ein Wettersturz mitten in der Wand zerstörte jäh ihre Wünsche und Hoffnungen. Verzweifelt kämpften sie darum, lebend dem Inferno zu entrinnen. Sie waren ohne viel Aufhebens heimlich in die Wand eingestiegen, niemand wusste Bescheid und suchte nach ihnen.

Zwanzig Jahre danach erzählt Thomas Burger über das Drama, das sein Leben völlig verändert hat. Er spricht von seiner Erfahrung, im Scheitern eine Chance für ein neues Leben zu sehen und in der Vielfalt der Möglichkeiten den Wert des Bergsteigens neu zu entdecken.

Die Entscheidung
Gerhard Baur, Deutschland 1985, 14 min

 

Der Ostpfeiler des Piz Palü ist Schauplatz eines spannenden Films über die Faszination und Gefahr des Steilwand-
skifahrens.

Die Auseinandersetzung mit der Gefahr, dem Risiko, der einsame Moment der Entscheidung am Gipfel sind dramatische Höhepunkte.

 


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Filmblock 1 - Dolpo Special

Dolpo Tulku - Heimkehr in den Himalaya
Martin Hoffmann, Deutschland 2009, 104 min

Das Dolpo im Nordwesten Nepals an der Grenze zu Tibet gehört zu den abgeschiedensten Gegenden der Welt. Eingeschlossen von den gewaltigen Gebirgsketten des Himalaya, weitgehend ohne Elektrizität und moderne Kommunikationsmittel, ohne chinesischen oder indischen Assimilationsdruck hat sich dort eine uralte buddhistische Kultur erhalten.

Vor über 16 Jahren wurde der Hirtenjunge Sherap Sangpo als Reinkarnation eines hochstehenden Lama, des Dolpo Tulku, erkannt und zur Ausbildung ins Exilkloster nach Südindien geschickt. 2008 kehrt er zum ersten Mal wieder in die Berge Nepals zurück, um sein Amt als geistliches Oberhaupt der tief religiösen Menschen des Dolpo anzutreten.

Die Menschen erwarten den Dolpo Tulku mit großer Zuneigung - und Erwartungen: Er soll den Bewohnern nicht nur spirituell zur Seite stehen: Das Dolpo braucht Schulen, Krankenhäuser, Kommunikation.
In faszinierenden Bildern der nepalesischen Bergwelt, in ruhigen, dichten Beobachtungen der Kultur und der Menschen des Dolpo, erzählt der Film von der spannungsgeladenen Begegnung von Tradition und Moderne, von der Spiritualität eines tief verwurzelten Buddhismus und der praktischen Aufgabe, der bitteren Armut entgegenzuwirken. Durch seine Ausbildung ebenso vertraut mit buddhistischer Selbstüberwindung wie mit dem Laptop, stellt sich der junge Dolpo den großen Erwartungen - nicht frei von Selbstzweifeln, aber mit großer Hingabe, überraschendem Humor und tief empfundener Liebe.

+++ Publikumspreis International Mountain Film Festival Kathmandu 2009 +++
// www.dolpotulku.de

Livegäste: Regisseur Martin Hofmann und Filmteam, Expeditionsleiter Götz Wiegand

Trailer anschauen

Bei der Bergsichten-Messe im Foyer ist die Dolpo-Hilfe der Sächsischen Himalaya Gesellschaft mit einem Stand vertreten und informiert über die aktuellen Hilfsprojekte. Außerdem ist ein Modell eines Dorfes im Dolpo ausgestellt.



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Abenteuer Wissenschaft

Dachstein - Terrestrisches Laserscanning
Vortrag von Prof. Dr. Manfred Buchroithner ca. 35 min.

Der Einsatz von terrestrischen Laserscannern bei Vermessungen im und am Berg ist eines der Forschungsgebiete des Instituts für Kartographie der TU Dresden. In Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Informationsdienste und Hochleistungsrechnern wird nach neuen Wegen gesucht, die Punktwolkenmodelle auszuwerten und nutzbar zu machen. Traditionell liegt eines der Untersuchungsgebiete für diese Arbeiten im Dachsteingebirge, in den Nördlichen Kalkalpen. Prof. Buchroithner, selbst früher Extrembergsteiger, berichtet in seinem Vortrag über Arbeiten an zwei neuen Projekten der TU Dresden zur Visualisierung der Eisriesenwelt in Werfen, der größten Eishöhle der Erde, und zur Verknüpfung von GPS-Koordinaten mit fotorealistischen 3-D-Modellen von großen Alpenwänden bei extremen Bergrettungseinsätzen.

// www.tu-dresden.de


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Filmblock 2 - Ski Extrem

Traum Leben
Style of Gravity, Österreich 2010, 24 min

So farbenfroh und schön Träume auch sein können, so grau entpuppt sich die Realität der zwei jungen Skifahrer. Sie kämpfen mit den Hindernissen des Alltags und ihres Lebens, lassen sich aber die Freude am Skifahren nicht nehmen. Auf ihre Weise verwirklichen sie ihren Skitraum... Aus Traum wird Realität!


// www.styleofgravity.com



HIKE2Ride
Harry Putz und Mitch Tölderer, Österreich 2010, 32 min

Was machen Profifreerider, die schon auf der ganzen Welt ihrenTraum gelebt haben? Sie kommen nach Hause und entdecken dort eine neue Qualität ihres Sportes. Mitch Tölderer, Stefan Häusl und Björn Heregger entschließen sich nach ihrer internationalen Wettkampfsaison zu einem Abenteuer der "fairen" Art zu Fuß in den Tiroler Alpen. Gemeinsam suchen und finden drei der besten österreichischen Freerider Herausforderungen, Überraschungen, Einblicke, und Nachhaltigkeit vor der eigenen Haustür.


// www.freiluftdoku.com

DVD-Tipps
"Mönch - Glaube bis ins Tal" 2003, "Spotlight Cima Tosa" 2006, "Der stille Fall" 2007,
"Free to be" 2008
Beim Festival können Sie die DVDs am Bergsichten-Stand erwerben.
Die DVDs sind auch erhältlich im Bergsichten-Shop, Dresden, Ludwig-Hartmann-Str.45 (im Fitnessstudio)
.

9 to 5
Daniel Wolf, Hanno Mackowitz, Österreich 2010, 5 min

Der Kurzfilm, der für den "Powder to People Award" innerhalb von 72Stunden gedreht und geschnitten wurde, ist eine Antwort darauf. Produziert ohne jegliches Budget, aber dafür mit umso mehr Einsatzfreunde. Die zwei Snowboarder Sebastian Geiger und Michael Macho zeigten dabei vollsten Körpereinsatz und unermüdlichen schöpferischen Willen. Traumhafte Bilder mit stimmungsgeladener musikalischer Untermalung die zu einem "Gänsehautfeeling" führt. Der Film gewann bei dem Contest in den Kategorien "Peoples Choice" sowie "Jury - best Movie".


UP and DOWN
Matthias Mayr, Matthias Haunholder, Sascha Schmid, Österreich, Schweiz, 2010, 25 min

Spektakuläre Abfahrten inmitten beeindruckender Berglandschaften gehören zu jedem Freeskifilm. Doch die drei Freeskier Matthias Haunholder, Sascha Schmid und Matthias Mayr wollen etwas mehr Einblick geben. Der Film zeigt, wie man die fantastischen Lines, die schlussendlich vor der Kamera gefahren werden, überhaupt erreichen kann und wie lange es dann tatsächlich dauert, bis man die Lines im Kasten hat. In einem Winter, der weltweit einer der schneeärmsten war, ein nicht unbedingt leichtes Unterfangen. Ein interessanter Freeskifilm, der mit Action nicht spart und darüber hinaus jede Menge interessanter Infos bereithält.


// www.matthiasmayr.com

// teamgreen.elanskis.com

 


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Karakorum Special

Abenteuer Soloexpedition
Multivisionsvortrag von Andreas Hollinger, ca. 90 min
Gewinner des Wettbewerbs der Kurzbeiträge 2009
 
Geplant war eigentlich ein Zweimann-Unternehmen am Karakorumriesen Latok 2. Aber familiäre Probleme des Seilgefährten verhinderten dessen Teilnahme. In den wenigen Wochen bis zur Abreise war kein anderer geeigneter Partner aufzutreiben. Die Arbeitsstelle war bereits gekündigt, Zeit und Geld vorhanden. Was nun noch fehlte, war ein Ausweichziel. Die Richtung war durch die vorhandenen Visa vorgegeben. So fuhr Andreas Hollinger allein mit einem alten Opel Rekord über die Türkei und den Iran nach Pakistan, ein Abenteuer für sich. Vor Ort entschied er sich dann für einen neuen Berg.

Das Gipfelziel war der 7266m hohe Diran Peak im Karakorum. Viel Optimismus brauchte Hollinger auf seiner Solotour. Mutlose Träger verließen ihn zwei Tage vorm Basislager, eine Lawine kostete ihn dann fast das Leben und begrub Teile seiner Ausrüstung. Ausdauernd suchte er tagelang danach in dem riesigen Lawinenkegel. Die Skistöcke fand er nach zwei Tagen mittels einer als Lawinensonde umgebauten Zeltstange, den Schuh erst am sechsten Tag! Nach der Ausgrabung des Schuhs war der weitere Aufstieg frei und er erreichte glücklich den Gipfel. Mit seiner trockenen, humorvollen Art berichtet Andreas Hollinger über diese ungewöhnliche Unternehmung.

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Lesung Peter Brunnert

Die Spinnen, die Sachsen!
Lesung von Peter Brunnert, ca.90 min mit Pause

"Wenn Malte Roeper der Hemingway des Bergsteigens ist, dann ist Peter Brunnert der Harald Schmidt des Kletterns" - so steht es zumindest im Verlagsprospekt bei Panico. Beim Bergsichten-Festival kann man sich davon persönlich überzeugen. Seine ersten beiden Bücher "Wir müssen da hoch" und "Wirklich oben bist du nie" haben in Klettererkreisen mittlerweile Kultstatus erreicht. Peter Brunnert versteht es meisterlich, mit selbstironischem Humor Geschichten über seine ganz persönlichen Pleiten, Pech und Pannen zu erzählen. Bei dem neuen Buch "Die Spinnen, die Sachsen" sind es aber nicht die eigenen Unglücke, die der Hörer auf die Ohren bekommt, sondern die von waschechten Sachsen oder von solchen, die es mal werden wollen. Freuen sie sich auf Kletterliteratur der etwas anderen Art. Neugierig geworden? Hier gibts eine Hörprobe.

// www.peter-brunnert.de

Buchtipp

"Die Spinnen, die Sachsen!" von Peter Brunnert, Geoquest Verlag 2010


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Filmblock 3 - Klettern im Sandstein

Die Erstbesteigung der Nonne im Niedergrund
Pavel Ryva, Vlastimil Safranek, Tschechische Republik, 2006, 24 min, Deutsch

Willy Baudisch und Hans Baumgart zählten in jener Zeit zu den Pionieren der Kletterei in der Sächsischen Schweiz. Eine Reihe von Erstbegehungen im VII. Grad gehen auf ihr Konto. Am 21.07.1906 bestiegen sie zusammen mit Sascha Zieger, einem Schornsteinfeger, der sich schon oft vergeblich an dem Turm über dem Niedergrund versuchte, ohne künstliche Hilfsmittel den Gipfel der Nonne. Der Film ist eine humorvolle Nachstellung der Erstbesteigung dieses bedeutenden Gipfels in der Böhmisch-Sächsischen Schweiz. Drei mutige Kletterer im Sandstein und im Hintergrund deutsche Blasmusikmelodien - einfach originell.


Climbing in Sandstone - from "The Sharp End"
Peter Mortimer, Nick Rosen, USA, 20 min, Englisch mit deutschen Untertiteln

Beim Festival werden Ausschnitte aus dem preisgekrönten Film "The Sharp End", vom Klettern in Adrsbach sowie der Böhmischen und Sächsischen Schweiz gezeigt. Vor über 100 Jahren entstand in den Sandsteintürmen von Deutschland und Tschechien eine Form des Kletterns, die bis heute Tradition hat. Gekennzeichnet ist dieses "gefährliche Kultklettern" durch Routen mit großen Ringabständen, Klettern ohne Magnesia, weiten Sprüngen auf Gipfel und dem großen Bierdurst tschechischer Kletterer. Für Alex Honnold und seine Crew war es eine echte Herausforderung und eine große Erfahrung, unter diesen gefährlichen Bedingungen im Sandstein zu steigen. Einheimische weihten sie in die Besonderheiten dieser Klettertraditionen ein.
Livegast: Robert Leistner


DVD Tipp
"The Sharp End"
Die DVD ist im Internet erhältlich unter
// www.senderfilms.com


BIWAK - Sandsteinspecial

MDR, Bettina Wobst, Thorsten Kutschke, Deutschland, 2005-2009, 28 min

Mit freundlicher Unterstützung von MDR BIWAK

Bergsteigergeschichten ganz unterschiedlicher Art präsentiert BIWAK. Allen drei Geschichten aus dem MDR-Bergsportmagazin ist jedoch eines gemein: Es wird im sächsischen Sandstein geklettert. An der Barbarine seit mehr als einem Jahrhundert schon, bis zur Sperrung der imposanten Felsnadel in den 70er Jahren. Heute dürfen der "Alten Dame" nur noch sogenannte Kontrollbegeher aufs Haupt steigen um sicherzustellen, dass der wackelige Kopf nicht eines Tages in die Tiefe rauscht. Eine solche Kontrollbegehung hat BIWAK-Moderator Thorsten Kutschke begleitet und blickt nebenbei zurück auf manch abenteuerliches oder auch kurioses Berg-Erlebnis an der Barbarine. So soll beim Blick in die vergilbten Gästebücher der einstigen Schankwirtschaft auf dem Pfaffenstein u.a. die Frage geklärt werden, ob die "Pioniere" Fehrmann und Perry 1905 bei der Erstbesteigung der "Jungfer" tatsächlich "Eins-Acht-im-Turm" hatten, wie es die Legende erzählt.
BIWAK-Redakteurin Bettina Wobst hat zwei höchst unterschiedliche Kletter-Touren in der Sächsischen Schweiz begleitet und dokumentiert den "Ansturm" der alt-ehrwürdigen "Grauen Hirsche" im traditionsbewussten
Stil am Klettergipfel Tante in den Schrammsteinen und ein ehrgeiziges "Alle Gipfel an einem Tag" Projekt junger Kletterer am Pfaffenstein.
// www.mdr.de/biwak

Livegäste: Bettina Wobst, Thorsten Kutschke und einige Protagonisten

Die "Eiskönigin" huldigt dem Sandstein - Kletter-Premiere für Ines Papert in der Sächsischen Schweiz
Traumtouren-Film, Ralf Daubitz, Thorsten Kutschke, Deutschland 2009, 22 min

"Verdammtl! Warum sch… ich mir so ein?"- Fluchend hängt eine junge Dame aus dem Bertechsgadener Land in der schwierigen Schlüssel-Stelle eines IXer-Weges in der Sächsischen Schweiz. Es ist Ines Papert, die mehrfache Eiskletter-Weltmeisterin. Eine Powerfrau die es versteht sich nach oben durchzubeißen.
Weltweit ist die gebürtige Sächsin schon extrem schwere Routen geklettert - nur in der alten Heimat, in Sachsen, war sie noch nie am Fels. Die Premiere wird begleitet von Filmemacher Thorsten Kutschke und vier Kamera-Teams. Ein filmischer Kletter-Spagat zwischen dem Genuss sächsischer Spezialitäten (u.a. Baustelle), phantastischen Expeditions-Bildern aus Nepal und Kanada, und blutigen Fingern im heiklen Sandstein-Quergang! Mit dem erfreulichen Fazit der Eiskönigin: "Hier muß ich unbedingt wieder mal herkommen!"

DVD Tipp
"Traumtouren - Vom Elbsandstein bis ins Ewige Eis", 2009


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Live Special - Kurt Diemberger

Dhaulagiri 8167m - Berg ohne Gnade
Dia-Video-Vortrag von Kurt Diemberger, ca. 120 min, inkl. Pause

 

Wegen Krankheit von Kurt Diemberger mußte der Vortrag von Kurt Diemberger leider abgesagt werden. Dafür hielt Peter Diener, der zusammen mit Kurt Diemberger am Dhaulagiri war einen Vortrag über die Erstbesteigung dieses Achttausenders.

Kurt Diemberger, einer der legendärsten Bergsteiger unserer Zeit, und einzige noch lebende Erstbesteiger von zwei Achttausendern, scheint das Festival zu lieben. Bereits zum dritten Mal kommt er in die Elbestadt. Der Anlass ist diesmal ein 50-jähriges Jubiläum. Nein nicht der Geburtstag von Diemberger, der wurde in diesem Jahr 78, sondern eine seiner Erstbesteigungen: der "Dhaulagiri - ein Achttausender mit Glückszahl 13" wie ihn Diemberger in seinen Büchern respektvoll nennt. Jenen Berg im Himalaja, auf dessen Gipfel er am 13. Mai 1960 als Mitglied einer sechsköpfigen, internationalen Expedition die Erstbesteigung feierte.

Der Dhaulagiri ist einer der Berge, um deren Erstbesteigung sehr lange gekämpft wurde. 1950 starteten die Franzosen erste Versuche. Weitere sechs Expeditionen versuchten bis 1959 vergeblich ihr Glück am Dhaulagiri. In der Fachwelt wurde der Berg damals als schwierigster Achttausender bezeichnet und die Frage wurde immer größer, wem die Erstbesteigung endlich gelänge.
In dem exklusiv für das Bergsichten-Festival zusammengestellten Vortrag berichtet Kurt Diemberger über das jahrelange Ringen um diesen Gipfel. Er erzählt auch von den vielen Novums, die an diesem Berg ausprobiert wurden, wie den Sprengungen der Argentinier in der Birnenroute und den von Schweizern einsetzten Schlafgestellen in der Wand über 7000 Meter Höhe.


Mit der legendären Pilatus Porter Maschine namens "Yeti" kommt bei seiner Expedition erstmals auch ein Flugzeug zum Einsatz. Die Besucher erwartet ein packender Vortrag in Kurts unnachahmlicher sympatischer Art über eine von Widrigkeiten geprägte, aber letztendlich erfolgsgekrönte Expedition. Von ihm bei der Erstbesteigung gedrehtes und bisher unveröffentlichtes Filmmaterial aus seinem Archiv ist ebenfalls erstmalig im Vortrag zu sehen.

Buchtipp
"Aufbruch ins Ungewisse" von Kurt Diemberger, Piperverlag, 2009
Beim Festival können Sie das Buch bei der Abendveranstaltung erwerben und signieren lassen.

DVD Tipp
"K2 Traum und Schicksal" von Kurt Diemberger und Julie Tullis



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Die kleine Bergsichten-Party

Mit Dresdens Bergsteigerkultband "Schlappseil"

Im Anschluß an den Vortrag von Kurt Diemberger, gegen 22.00 Uhr, startet die kleine Bergsichten-Party im Foyer mit Live-Musik von Dresdens Bergsteigerkultband "Schlappseil" . Bis 01.00 Uhr kann das Tanzbein geschwungen werden. Und frei nach dem Schlappseilmotto gibt es "gutes Bier zu schlechter Musik".

// www.schlappseil.de

 


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